Unterhaltung – "Dallas"-Fieber in Deutschland begann vor 30 Jahren – Inge Treichel
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Southfork Ranch "Dallas"-Fieber in Deutschland begann vor 30 Jahren

Inge Treichel

28.06.2011

Ein ganzes Jahrzehnt lang war dienstags "Dallas"-Abend. Die Entscheidung, die Produktion der Serie einzustellen, fiel im Sommer 1990. Es heißt, Anlass seien die hohen Gagenforderungen von Larry Hagman (Foto) gewesen. Foto: Tony Gutierrez/dapd Photo
Ein ganzes Jahrzehnt lang war dienstags "Dallas"-Abend. Die Entscheidung, die Produktion der Serie einzustellen, fiel im Sommer 1990. Es heißt, Anlass seien die hohen Gagenforderungen von Larry Hagman (Foto) gewesen.

Foto: Tony Gutierrez/dapd Photo

Berlin – J.R. Ewing ist im deutschen Fernsehen ganz modern auf Solarstrom umgestiegen. Aber auf den amerikanischen Bildschirmen soll er im Jahr 2013 als texanisches Öl-Fossil zurückkehren. Geplant ist ein TV-Drama über den Machtkampf der Rivalen-Nachkömmlinge auf der Southfork Ranch: John Ross (gespielt von will als Sohn des Patriarchen das Sagen haben, Christopher als Adoptivsohn von J.R.-Bruder Bobby Ewing.

Aus der alten "Dallas"-Besetzung sind neben Hagman wieder Patrick Duffy als Bobby Ewing und Linda Gray als J.R.-Ehefrau Sue Ellen sowie Charlene Tilton als kleine Schwester Lucy Ewing dabei.

Vor 30 Jahren, am 30. Juni 1981, hatte “Dallas„ in der ARD Premiere. In den USA war da der Höhepunkt des "Dallas"-Fiebers schon vorbei. Am 21. November 1980 hatten schätzungsweise 83 Millionen Zuschauer CBS eingeschaltet, um zu erfahren, wer in der vorangegangenen Folge auf J.R. Ewing geschossen hatte (es war seine Schwägerin Kristin Shepard) und ob er noch lebt. Diese höchste Zuschauerzahl der TV-Geschichte wurde nur übertroffen von der am 28. Februar 1983 ausgestrahlten letzten Folge der Serie "M.A.S.H.".

Bis 1991 ausgestrahlt

Keine andere TV-Serie hat hierzulande so viele Zuschauer in ihren Bann geschlagen wie die Geschichten über den Familienclan der Firma Ewing Oil in Texas. Weltweit wurde "Dallas" in 70 Länder verkauft. In Deutschland sahen zunächst 12 bis 15 Millionen zu. Den Höhepunkt von 18,1 Millionen erreichte die Serie Ende 1985. Ein ganzes Jahrzehnt lang war dienstags "Dallas"-Abend. Die letzten Folgen, die 356. und 357., liefen am 27. September 1991.

Die Einschaltquote ging immer mehr zurück, zuletzt sahen noch fünf bis siebeneinhalb Millionen zu. Im Sommer 1990 begann die ARD mit der ersten von drei Wiederholungen im Vormittagsprogramm, die sich bis 1999 hinzogen. "Dallas" lief danach noch jahrelang weiter bei Kabel 1.

Die Entscheidung, die Produktion der Serie einzustellen, fiel im Sommer 1990. Es heißt, Anlass seien die hohen Gagenforderungen von Larry Hagman gewesen. Der Schauspieler wirkte als Einziger in allen 357 Folgen mit. Er führte bei einigen Episoden auch Regie so wie auch Patrick Duffy und Linda Gray.

Die Schauspieler stritten und bekämpften einander nach eigenen Angaben nur vor der Kamera. So stellte Patrick Duffy in einem Interview klar: "Larry Hagman und ich pflegen eine sehr enge Freundschaft."

"Kampf bis aufs Messer"

Für fast alle "Dallas"-Darsteller war es mit dem Ende der Serie auch mit dem großen Erfolg vorbei. Nur Patrick Duffy blieb in anderen Soap-Rollen auf den Bildschirmen präsent.

"Miss Ellie"-Darstellerin Barbara Bel Geddes starb im August 2005 mit 82 Jahren an Lungenkrebs. Bereits 1981 war Jim Davis gestorben, der in "Dallas" ihren Ehemann Jock Ewing gespielt hatte. Sein Nachfolger in dieser Rolle, Howard Keel, erlag im November 2004 mit 85 Jahren einem Krebsleiden.

Neben der Serie wurden drei TV-Specials gedreht: Der TV-Film von 1986 über die frühen Jahre erklärt die Entstehung der Feindschaft zwischen den Clan-Oberhäuptern Ewing und Barnes. 1996 hieß es "J.R. kehrt zurück" und 1998 "Kampf bis aufs Messer".

Regie beim neuen TV-Drama "Dallas" führt der Routinier Michael M. Robin. Die Hauptrollen spielen Jesse Metcalfe und Josh Henderson.

(dapd)

 

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