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"Endeavour" auf Touristenrundflug

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21.09.2012

"Endeavour" auf Touristenrundflug Foto: AP/Rich Pedroncelli
"Endeavour" auf Touristenrundflug

Foto: AP/Rich Pedroncelli

New York – Touristen-Rundflug für die "Endeavour": Was sonst auf dem Programm von Besuchern Kaliforniens steht, war am Freitag Teil der letzten Ehrenrunde der US-Raumfähre. Kurz vor Beginn ihres Ruhestands in einem Museum sollte das ausgemusterte Shuttle noch einmal die Golden Gate Bridge und das Hollywood-Emblem überfliegen. Von dem in der kalifornischen Wüste gelegenen Luftwaffenstützpunkt Edwards Air Force Base, wo die "Endeavour" am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) auf dem Rücken eines Jumbo-Jets gelandet war, sollte die Reise zunächst zum Flughafen von Los Angeles gehen.

Es wurde mit zahlreichen begeisterten Zuschauern dieses mal ganz anderen Rundfluges gerechnet. Letzte Station der "Endeavour", die aufs Altenteil kommt, wird dann im Oktober das California Science Center sein, wo die Raumfähre dauerhaft ausgestellt werden soll.

Für die Überführung der Raumfähre vom Flughafen Los Angeles ins Museum mussten 400 Bäume auf der 20 Kilometer langen Strecke gefällt werden. Das führte auch zu einigem Ärger bei betroffenen Anwohnern. Doch Museumsvertreter haben angekündigt, dort doppelt so viele Bäume neu anzupflanzen.

Freude über die spektakuläre Show

Der Präsident des California Science Center, Jeffrey Rudolph, erwartete seinen neuen Dauergast schon aufgeregt: "Wir freuen uns sehr, die 'Endeavour' im ganz großen Stil zu Hause willkommen heißen zu dürfen." Polizei und Transportbehörden warnten Autofahrer allerdings davor, sich die besondere Flugshow beim Fahren anzusehen.

Die "Endeavour" flog das erste Mal am 7. Mai 1992 in den Weltraum. Sie ersetzte damals die "Challenger", die 1986 explodiert war. Auf ihrem Jungfernflug stiegen drei Astronauten ins All, um einen Satelliten zu reparieren. Die meisten Flüge des Space Shuttle dienten aber dem Transport von Fracht und Ausrüstungsteilen zur internationalen Raumstation ISS, die inzwischen beinahe fertig ist. Bei ihren Flügen legte sie rund 200 Millionen Kilometer zurück. Insgesamt war sie 299 Tage im All und hat dabei die Erde 4.677 Mal umkreist.

Die NASA hatte das Shuttle-Programm im vergangenen Sommer nach 30 Jahren auf Geheiß des Weißen Hauses eingestellt. So soll die US-Raumfahrtbehörde künftig mehr Zeit und Geld in die Erschließung erdferner Umlaufbahnen investieren. Auf dem NASA-Radar stehen daher nun Asteroiden und der Planet Mars.

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