Aktuelle Nachrichten – Menschen
03.09.2012
Foto: © 2012 AP. Photographer: Joel Ryan/AP/dapd
Venedig – Die israelische Regisseurin Rama Burshtein ist fasziniert von der jüdisch-chassidischen Gemeinde, in deren Gebräuche sie in ihrem Film "Fill the Void" einen Einblick gibt. "Die orthodoxe Welt ist so interessant, dass sie nicht mit der säkularen wetteifern muss", sagte die 45-jährige gebürtige New Yorkerin am Sonntag bei der Premiere ihres Streifens bei den Filmfestspielen in Venedig. Der Film handelt von der 18-jährigen Shira, die nach dem Tod ihrer älteren Schwester im Kindsbett vor die schwere Entscheidung gestellt wird, deren Ehemann zu heiraten. Burshtein, die 1994 ihren Abschluss an der Filmschule in Jerusalem machte und während dieser Zeit tief religiös wurde, sagte, sie habe die chassidische Welt nicht immer als sehr einladend empfunden, vor allem wegen des traditionellen Rollenbildes der Frau. Nun möge sie aber die Verteilung der Geschlechterrollen. "Es ist sexyer", sagte sie.
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