Aktuelle Nachrichten – Kultur
18.09.2012
Foto: ddp images / dapd/dapd
Berlin – Die Jury des Deutschen Fernsehpreises hat am Dienstag in Berlin die Nominierungen für zwölf Kategorien bekannt gegeben. Neben bewährten Sendungen wie "Maybrit Illner" (ZDF) und "Stern TV" (RTL) haben es auch neue Formate wie "Joko gegen Klaas" (ProSieben) und "Der Tatortreiniger" (NDR) in die engere Auswahl geschafft, wie die Jury am Dienstag in Berlin bekanntgab. Zwei Drittel der Nominierungen entfallen auf die öffentlich-rechtlichen Sender.
Als bester Fernsehfilm wurden "Das Ende der Nacht" (ARD), "Hannah Mangold & Lucy Palm" (Sat.1) und "Der letzte schöne Tag" (ARD) in nominiert. Um den Fernsehpreis für den besten Mehrteiler konkurrieren "Der Mann mit dem Fagott" (ARD), "Laconia" (ARD) und "Verschollen am Kap" (ZDF). Mögliche Preisträger in der Kategorie "Beste Serie" sind neben dem "Tatortreiniger" "Borgia" (ZDF) und "Der letzte Bulle" (Sat.1).
Die Anwärter auf die beste Unterhaltungsshow sind außer "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" das von Jörg Pilawa moderierte Quiz "Rette die Million!" (ZDF) sowie "The Voice of Germany" (ProSieben/Sat.1). Die Castingshow habe für neue Impulse in einem altbekannten Genre gesorgt, sagte die Jury-Vorsitzende Christiane Ruff.
In der Kategorie "Beste Information" wurden die Talkshow "Maybrit Illner" (ZDF), das RTL-Magazin "Stern TV" (RTL) und "Der Tag" (Phoenix) nominiert. Illner habe sich in dem Wettbewerb mit den anderen Talkformaten "bravourös geschlagen", sagte Juror Christoph Keese. Die ARD, das gleich fünf Gesprächssendungen im Programm hat, ging in dieser Kategorie leer aus.
Hoffnungen auf die Auszeichnung als beste Schauspielerin können sich Barbara Auer und Ina Weise, Silke Bodenbender, Sibylle Canonica, Anja Kling und Ulrike C. Tscharre machen. Bei den männlichen Kollegen haben es Matthias Brandt, Bjarne Mädel, Misel Maticevic, Wotan Wilke Möhring sowie Ulrich Noethen auf die Kandidatenliste geschafft.
In den Kategorien "Beste Dokumentation" und "Beste Reportage" wurden unter anderem die ARD-Doku "Versicherungsvertreter" (ARD) über den Unternehmer Mehmet Göker und die Undercover-Reportage von Günter Wallraff über den Paketzusteller GLS nominiert. Die Zweifel an den Arbeitsmethoden Wallraffs, die durch Aussagen ehemaliger Mitarbeiter aufgekommen waren, seien diskutiert worden, sagte Jury-Mitglied Klaudia Wick. An dem Wert der TV-Reportage, in der der Enthüllungsjournalist selbst zu sehen ist, bestünden aber keine Zweifel.
Als "Beste Sportsendung" sind die Formel-1-Berichterstattung zum Großen Preis von Indien auf RTL, die Live-Reporter der ARD und des ZDF bei der Olympiaberichterstattung in der engeren Auswahl. Hoffnungen auf eine Auszeichnung dürfen sich auch Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl machen, die für die ARD bei der Fußball-EM im Einsatz waren und von der Jury für ihre "unterhaltsamen Analysen" gelobt wurden.
Der Fernsehpreis wird in insgesamt 18 Kategorien vergeben. Die Jury bestimmt 16 Preisträger. Hinzu kommt ein Ehrenpreis der Stifter, also der vier Sender ARD, RTL, Sat.1 und ZDF. Zudem wird ein Publikumspreis verliehen. In diesem Jahr wird über das beste Format im Frühprogramm abgestimmt. Zur Wahl stehen die Sendungen "Punkt 6/Punkt 9" von RTL, das "Frühstücksfernsehen" von Sat.1 sowie die "Morgenmagazine" von ARD und ZDF .
Der Fernsehpreis wird seit 1999 verliehen. Gastgeber in diesem Jahr ist das Zweite. Die Preisverleihung findet am 2. Oktober in Köln statt. Die Aufzeichnung der Gala wird am 4. Oktober im Zweiten ausgestrahlt.
(Abstimmung unter: www.deutscherfernsehpreis.de )
dapd
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