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Knochengesundheit „Kalzium-Räuber“ fördern Osteoporose

DAPD

08.08.2008

Was der Körper bis zum 18. Lebensjahr an Knochenmasse nicht aufgebaut hat, kann nicht mehr vollständig nachgeholt werden. Mit einem Nationalen Aktionsplan will die Bundesregierung jährlich zehn Millionen Euro ausgeben, um die Deutschen zu mehr Bewegung und besserer Ernährung anzuleiten. (AP Photo/Michael Probst)
Was der Körper bis zum 18. Lebensjahr an Knochenmasse nicht aufgebaut hat, kann nicht mehr vollständig nachgeholt werden. Mit einem Nationalen Aktionsplan will die Bundesregierung jährlich zehn Millionen Euro ausgeben, um die Deutschen zu mehr Bewegung und besserer Ernährung anzuleiten. (AP Photo/Michael Probst)

Frankfurt/Main – Zur Vorbeugung von Osteoporose sollten Nahrungs- und Genussgifte gemieden werden, die dem Körper Kalzium entziehen. „Kalzium ist der wichtigste Baustein beim Knochenaufbau und zur Erhaltung der Knochensubstanz“, erklärt der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring. Verschiedene Nahrungsmittel könnten, wenn sie in großen Mengen konsumiert würden, die Kalzium-Versorgung des Körpers gefährden. Dazu zähle etwa Phosphat, das besonders reichhaltig in Wurst, Fleisch, Schmelzkäse, Cola, Limonaden und manchen Fertiggerichten enthalten sei.

Umgekehrt seien die besten Kalzium-Quellen Molkereiprodukte, wie Milch, Joghurt und Käse – vor allem Hartkäse. Eine weitere Vorraussetzung für einen gesunden Knochenaufbau sei eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, das vor allem in fettreichen Meeresfischen sowie in geringeren Mengen in Eiern, Leber, Margarine und Butter enthalten sei, sagt Albring. Dieses Vitamin brauche der Körper einerseits für die Aufnahme von Kalzium aus Nahrungsquellen und andererseits für dessen Einlagerung in die Knochen.

Bei ausreichender UV-Bestrahlung könne Vitamin D vom Körper selbst gebildet werden. Um diese Eigenproduktion und auch den Einbau des Kalziums in die Knochen nicht zu behindern, sollte Alkohol nur in Maßen konsumiert werden, rät Albring. Gerade in jungen Jahren seien eine gesunde, ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und das Meiden von „Kalzium-Räubern“ besonders wichtig. „Etwa zwischen dem 8. und dem 18. Lebensjahr wird am meisten Knochenmasse aufgebaut. Ein Versäumnis in dieser Zeitspanne kann später nicht mehr vollständig nachgeholt werden“, warnt der Gynäkologe.

http://www.frauenaerzte-im-netz.de (AP)

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