Aktuelle Nachrichten – Geschichte
18.07.2012
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dapd
Potsdam – Preußenkönig Friedrich II. (1712-1786) hat mehrfach den Kartoffel-Anbau in seinem Reich angeordnet. Er sah große Vorteile in der Kultivierung der aus Südamerika stammenden Feldfrucht: So war sie geeignet, schlechte Getreideernten auszugleichen und damit Hungersnöte zu beenden. Zudem konnte Getreide gespart werden, das vornehmlich zur Ernährung der Soldaten verwendet wurde.
Die wichtigsten Dokumente waren in diesem Zusammenhang die sogenannten "Kartoffel-Befehle". Von diesen Schriften gibt es mindestens 15, die sich immer auf eine bestimmte Region beziehen. Das erste Dokument stammt aus dem Jahr 1746, der letzte bekannte "Kartoffe-Befehl" wurde 1768 erlassen. In den Schriften befanden sich neben der Aufforderung zur Kultivierung der Kartoffel auch detaillierte Anleitungen zur Aussaat und Pflege der Pflanzen.
Gleichzeitig wurden die Bauern dazu verpflichtet, in jedem Jahr Tabellen an offizielle Stellen zu schicken, in denen Anbau und Ertrag der Kartoffel verzeichnet waren. Allein elf dieser Dokumente bezogen sich auf das neu eroberte Schlesien, in dem der Kartoffel-Anbau zunächst nur zögerlich betrieben wurde.
(dapd)
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