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Mindestens ein Todesopfer „Märzwinter“ erwischt Autofahrer kalt

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06.03.2010

Frankfurt/Main (apn) Der „Märzwinter“ hat Autofahrer in Deutschland kalt erwischt: Überall in der Bundesrepublik gab es am Samstag kilometerlange Staus und Unfälle, die mindestens einen Menschen das Leben kosteten. Für die nächsten Tage sagte der Deutsche Wetterdienst ein Ende der Schneefälle voraus, nicht aber der frostigen Temperaturen.

In Wolfenbüttel kam eine Autofahrerin auf glatter Straße bei heftigem Schneetreiben in einer Kurve von der Fahrbahn ab. Der Wagen überschlug sich, dabei kam der 27-jährige Beifahrer ums Leben. In Landkreis Neu-Ulm verunglückten bei einem Autounfall zwei junge Männer tödlich. Ob der Unfall mit dem neuerlichen Wintereinbruch zu tun hatte, war noch unklar.

Bis zum frühen Morgen gab es nach Angaben der Polizei allein in Nordrhein-Westfalen 337 Unfälle wegen des Wetters, bei denen 45 Menschen verletzt wurden. Einen Sachschaden von 200.000 Euro verursachte am Freitagabend ein Massenunfall mit 14 Fahrzeugen auf schneeglatter Straße im westfälischen Halle. Wie die Polizei in Gütersloh mitteilte, rutschten die Wagen im Schneegestöber gegen Leitplanken oder in bereits verunglückte Fahrzeuge. Auch zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug waren an dem Unfall beteiligt. Mehrere Fahrzeuge erlitten Totalschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

Auf einigen Autobahnen stellten sich Lastwagen quer. Die größten Behinderungen wegen glatter Fahrbahnen gab es auf der A3 bei Würzburg, wo sich die Fahrzeuge in Richtung Frankfurt auf einer Länge von 35 Kilometern stauten. In Gegenrichtung stockte der Verkehr auf 25 Kilometern. Erst im Laufe des Vormittags normalisierte sich die Lage wieder. Die Polizei in Unterfranken berichtete von 75 Unfällen zwischen Mitternacht und 08.00 Uhr, in den meisten Fällen sei es bei Blechschäden geblieben, hieß es.

In Niederbayern wurden bei insgesamt 31 Unfällen sechs Menschen zum Teil schwerverletzt. Starker Schneefall behinderte den Verkehr vor allem auf den Autobahnen. Auf der A 8 blieben im Landkreis Günzburg mehrere Lkw liegen, erst am Vormittag konnte die Strecke freigeräumt werden. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd meldete 54 Verkehrsunfälle mit mehrere Verletzten.

Sonne und frostige Temperaturen

Vielerorts schmolz der Schnee so schnell wie er gekommen war. Das Tief „Yve“ sorgte im Laufe des Tages nur noch im Süden Deutschlands für einzelne Schneeschauer, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach erklärte. Ihm folgen die Hochdruckgebiete „Harro“ und „Isidor“, die viel Sonne, zugleich aber auch frostige Temperaturen bringen. Tagsüber steigt das Quecksilber in den nächsten Tagen meist nur leicht in den Plusbereich, nachts ist insbesondere bei Aufklaren zum Teil mit strengem Frost zu rechnen. (AP)

 

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