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Mehr als 500 Potsdamer beten für verletzten Afrikaner

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20.04.2006

Menschen stehen hinter Kerzen und einer Engel-Figur an der Stelle neben einer Strassenbahnhaltestelle, an der am fruehen Ostersonntag in Potsdam ein afrikanischstaemmiger Deutscher vermutlich aus Fremdenhass fast tot geschlagen wurde, am Mittwochabend, 19. April 2006. Der 37-jaehrige Wissenschaftler, der in Aethiopien geboren wurde und seit 19 Jahren in Deutschland lebt, erlitt lebensgefaehrliche Kopfverletzungen und lag auch drei Tage nach dem Ueberfall noch im Koma. Die Bundesanwaltschaft fahndet nach den Taetern. (AP Photo/Sven Kaestner)
Menschen stehen hinter Kerzen und einer Engel-Figur an der Stelle neben einer Strassenbahnhaltestelle, an der am fruehen Ostersonntag in Potsdam ein afrikanischstaemmiger Deutscher vermutlich aus Fremdenhass fast tot geschlagen wurde, am Mittwochabend, 19. April 2006. Der 37-jaehrige Wissenschaftler, der in Aethiopien geboren wurde und seit 19 Jahren in Deutschland lebt, erlitt lebensgefaehrliche Kopfverletzungen und lag auch drei Tage nach dem Ueberfall noch im Koma. Die Bundesanwaltschaft fahndet nach den Taetern. (AP Photo/Sven Kaestner)

Potsdam - Mehr als 500 Potsdamer haben in einer Andacht am Mittwochabend für die Genesung ihres afrikanischstämmigen Mitbürgers gebetet, der am Ostersonntag in der Stadt Opfer eines fremdenfeindlichen Überfalls geworden war. »Erschrecken, Abscheu, Wut und Trauer führen uns heute hier her«, sagte Superintendent Bertram Althausen in der überfüllten Friedenskirche am Schlosspark Sanssouci. Angesichts des schrecklichen Verbrechens müsse die Stadt enger zusammenrücken, um den Fremdenhass zu bekämpfen.

Die Menschen zündeten Kerzen an und beteten dafür, dass der 37-jährige Wissenschaftler sich von seinen schweren Verletzungen erholen möge. Der zweifache Familienvater, der seit 19 Jahren in Deutschland lebt und mit einer Potsdamerin verheiratet ist, liegt seit dem Angriff mit lebensbedrohlichen Kopfverletzungen in einer Klinik der Stadt im künstlichen Koma. Die Bundesanwaltschaft, die wegen der Schwere des Verbrechens die Ermittlungen übernommen hatte, sucht nach zwei Schlägern, deren Stimmen auf einer Handy-Mailbox zu hören waren. Sie waren zufällig aufgenommen worden, weil der Mann kurz vor dem Angriff seine Frau anrufen wollte, aber nur deren Mailbox erreichte.

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