Panorama - Aktuelle Nachrichten – „Mogadischu“ mit Deutschem Fernsehpreis ausgezeichnet – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Panorama

Gottschalk erneut geehrt „Mogadischu“ mit Deutschem Fernsehpreis ausgezeichnet

DAPD

27.09.2009

(AP Photo/Roberto Pfeil)
(AP Photo/Roberto Pfeil)

Köln – Das ARD-Drama „Mogadischu“ um die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ durch palästinensische Terroristen 1977 ist mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Man habe ein Stück der deutschen Geschichte ohne Kompromisse einem großen Publikum zeigen können, sagte Darsteller Christian Berkel bei der Verleihung der Auszeichnung am Samstagabend in Köln. Weitere Preise gingen an Thomas Gottschalk, die österreichischen Schauspieler Senta Berger und Josef Hader sowie an Alfred Biolek für sein Lebenswerk.

„Mogadischu“ erinnere auch an die Menschen, für die das verfilmte Ereignis „grausame Wirklichkeit“ gewesen sei, sagte Berkel, der in dem hochgelobten ARD-Film über den RAF-Terror die Rolle des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt spielte. „Mogadischu“ erhielt den Preis in der Kategorie Bester Fernsehfilm.

Zehn Jahre nach seinem ersten Deutschen Fernsehpreis gewann Thomas Gottschalk die begehrte Auszeichnung erneut, und zwar für die ZDF-Show „Wetten dass...“. „Dieser Preis ist eine Katastrophe für mich – aber hätte ich ihn nicht bekommen, wäre die Katastrophe noch größer“, sagte er in seiner Dankesrede und parodierte dabei den Tonfall Marcel Reich-Ranickis, der die Auszeichnung im vergangenen Jahr abgelehnt und einen Eklat provoziert hatte.

Der Beste Mehrteiler wurde erstmals in einer eigenen Kategorie ausgezeichnet. Hier setzte sich der Sat.1-Zweiteiler „Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“ mit Anja Kling durch.

„Wahrscheinlich ein Irrtum“

Als Beste Schauspielerin wurde Senta Berger für ihre Rolle in dem ARD-Film „Schlaflos“ ausgezeichnet: Die Darstellerin erhielt die Trophäe erstmals in ihrer Karriere. Neben ihren Kollegen dankte sie auch ihrem Mann und ihrem Sohn, „dass sie immer so selbstverständlich an mich geglaubt haben – mehr, als ich oft dazu imstande war“.

Josef Hader gewann den Preis als Bester Schauspieler in dem ZDF-Drama „Ein halbes Leben“, in dem er einen Mörder spielt, und schaute zunächst ungläubig auf die Trophäe. „Wahrscheinlich ein Irrtum, aber jetzt kann man auch nix mehr machen.“ Für den gleichen Film erhielt auch Nikolaus Leytner den Preis als Bester Regisseur. Als Beste Nebendarsteller wurden Florian Bartholomäi für den ARD-Film „Bloch: Schattenkind“ und Anna Fischer für gleich zwei Rollen – in „Die Rebellin“ und „Wir sind das Volk“ – ausgezeichnet.

Erfolgreichster Sender war in diesem Jahr das ZDF mit zehn Preisen vor der ARD mit acht, Sat.1 mit drei, RTL mit zwei Auszeichnungen und 3sat mit einem Preis. Moderiert wurde die Verleihung von den Comedians Bastian Pastewka und Anke Engelke, die als Volksmusik-Duo „Wolfgang und Anneliese“ durch den Abend führten. Für ihre dick aufgetragene Parodie und ein gelungenes Musik-Medley ernteten beide zahlreiche Lacher.

Beste Serie wurde die RTL-Sitcom „Der Lehrer“ mit Hendrik Duryn. Der Preis für die beste Informationssendung ging an Bettina Schausten und Christian Sievers für ihr „ZDF-Wahlforum“. Den Preis für die Beste Reportage gewann die ZDF-Sendung „Die Bombe“ von Angela Andersen und Claus Kleber.

„Mischung aus Seriosität und Ausgeflipptheit“

Für sein Lebenswerk wurde Alfred Biolek mit dem Ehrenpreis der Stifter ausgezeichnet. Alice Schwarzer würdigte den 75-Jährigen als einen, der es geschafft habe, der Unterhaltung einen anderen Gehalt zu geben. Er besitze „eine ganz eigene Mischung aus Seriosität und Ausgeflipptheit“.

Biolek bedankte sich mit einer launigen Rede. „Verehrter Marcel Reich-Ranicki, ich bitte um Verständnis, ich nehme den Preis an“, sagte er. Das Fernsehen habe ihm Glück gebracht, erklärte Biolek. „Es gibt heute im Fernsehen vieles, was mir nicht gefällt – aber ich stehe zu diesem Medium.“ (AP)

 

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