Aktuelle Nachrichten – Trends
09.03.2012
Wiesbaden – Maximilian und Sofie/Sophie sind im vergangenen Jahr erneut die beliebtesten Vornamen in Deutschland gewesen. Bei den Mädchen wurde wie 2010 der Name Marie am zweithäufigsten vergeben, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Freitag in Wiesbaden bekannt gab. Bei den Jungen kam erneut Alexander auf Platz zwei. Auf dem dritten Platz landeten wie 2010 Maria und Paul.
"Bei den Mädchen sind die Aufsteiger Emma und Leonie", sagte Andrea-Eva Ewels, Geschäftsführerin der GfdS. Sie seien um jeweils zwei Plätze aufgerückt, auf Rang sechs und zehn. Auch Mia konnte sich demnach verbessern (von fünf auf vier). Bei den Jungen sei der Name Ben weit nach vorne aufgerückt, von Platz elf im Jahr 2010 auf Platz fünf im vergangenen Jahr. Überhaupt gehe der Trend zu kurzen Namen, betonte Ewels. Denn die Spitzenreiter bei den Jungen - Maximilian und Alexander – würden in der Regel fast nur in den Kurzformen Max und Alex gebraucht.
Sophie und Marie wurden der Statistik zufolge insgesamt fast doppelt so oft vergeben wie Maximilian und Alexander. Die GfdS erklärte das damit, dass Eltern ihren Töchtern Sophie und Marie auch häufig als Zweitnamen geben.
Die GfdS wertete für ihre Statistik die Daten von rund 575 Standesämtern in ganz Deutschland aus. Zwischen Erst-, Zweit- oder Drittnamen wird dabei nicht unterschieden. In der Analyse wurden den Angaben zufolge fast 740.000 Vornameneintragungen und rund 50.000 verschiedene Namensformen berücksichtigt. Das entspreche etwa 73 Prozent aller im Jahr 2011 vergebenen Vornamen, sagte Ewels. Vor zwei Jahren seien es 23 Prozent gewesen, 2010 bereits 50 Prozent. "In diesem Jahr ist unsere Untersuchung zum ersten Mal repräsentativ", betonte die Geschäftsführerin.
Die Liste der beliebtesten Vornamen wird seit 1977 jährlich von der GfdS veröffentlicht. Bei der allerersten Untersuchung wurden lediglich die Angaben von vier Standesämtern verwertet.
Die Universität Leipzig kommt zumindest bei den Mädchen zu einem anderen Ergebnis. Nach Angaben der Erhebung liegt Marie vorn. Auf Platz zwei folgt Sophie. Maria und Mia landeten – wie bei der Untersuchung der GfdS – auf den Plätzen drei und vier. Allerdings wurden für die Erhebung den Angaben zufolge auch nur die Daten von 275 Standesämtern bundesweit ausgewertet und damit 158.000 Vornamen von 2011 geborenen Kindern gezählt. (dapd)
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