Aktuelle Nachrichten – Deutschland
24.08.2012
Foto: ddp/Jens Schlueter
Hamburg – Ein Thüringer Polizist hat das Umfeld der mutmaßlichen NSU-Terroristen in den 90er Jahren möglicherweise über geheime Aktionen der Sicherheitsbehörden informiert. Darüber berichtete am Freitag "Spiegel Online". In Thüringen seien Geheimakten des Bundesamtes für Verfassungsschutz aufgetaucht, aus denen hervorgehen soll, dass ein Beamter an Treffen der Neonazi-Gruppierung Thüringer Heimatschutz teilgenommen und mit den Rechtsextremisten sympathisiert habe, heißt es.
Ein Gesinnungsgenosse der mutmaßlichen NSU-Terroristen soll von dem Polizisten wichtige Informationen erhalten haben. Der Beamte, der schon 1999 als "national eingestellt" gegolten haben soll, sei später beim Verfassungsschutz gewesen. Es gebe allerdings keine "keine bestätigenden Hinweise" auf den Verrat von Dienstgeheimnissen", hieß es bei "Spiegel Online".
Auch "Süddeutsche.de" berichtete über die neuen Funde. Es soll noch zwei weitere Verdachtsfälle geben, hieß es. Das Thüringer Innenministerium soll mittlerweile dem Untersuchungsausschuss des Bundestages entsprechende Informationen geschickt haben.
dapd
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