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Debatte über Zukunft am Sonntag "Stuttgart 21"-Gegner wollen Protest trotz Niederlage fortsetzen

DAPD

29.11.2011

Die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender ist nicht mehr Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen "Stuttgart 21".   Foto: Michael Latz/dapd
Die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender ist nicht mehr Sprecherin des Aktionsbündnisses gegen "Stuttgart 21".

Foto: Michael Latz/dapd

Stuttgart – Nach der Niederlage bei der Volksabstimmung wollen die Gegner des Bahnhofsprojekts "Stuttgart 21" ihre Proteste fortsetzen. Der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen den Tiefbahnhof, Hannes Rockenbauch, rief die Kritiker bei der wöchentlichen Montagsdemonstration in Stuttgart dazu auf, weiter Widerstand gegen "Stuttgart 21" zu leisten. Nach dem Votum der Bevölkerung könne es allerdings nicht weitergehen wie bisher, rief er den Teilnehmern zu. Seine Co-Sprecherin Brigitte Dahlbender erklärte am Montag hingegen ihren Rücktritt.

Bei der Volksabstimmung am Sonntag hatten sich 58,8 Prozent der Abstimmenden für einen Weiterbau von "Stuttgart 21" ausgesprochen. Die Gegner, die für einen Ausstieg geworben hatten, erzielten rund 41 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Die Beteiligung an der Demonstration lag nach Veranstalterangaben bei über 4.000 Demonstranten, die Polizei sprach von rund 2.000 Teilnehmern. Es blieb friedlich. Wie es mit der Protestbewegung weitergeht, ist unklar. "Die Messe ist noch nicht gelesen", rief Dahlbender den Demonstranten zu und verwies auf die noch offenen Planungen im Flughafenbereich. Hier drohten erhebliche Kostenrisiken. Rockenbauch forderte angesichts dessen einen Bau- und Vergabestopp, bis auch in diesem Abschnitt Kostensicherheit bestehe.

Am kommenden Sonntag (4. Dezember, 10.00 Uhr) sollen die Projektkritiker auf Einladung von Rockenbauch über die Zukunft der Protestbewegung beraten. Dahlbender zog die Konsequenz und gab ihr Amt als Sprecherin des Aktionsbündnisses ab. "Ich bin jetzt nicht mehr Eure politische Speerspitze, aber wenn Ihr mich braucht, dann werde ich da sein", versicherte sie den "Stuttgart 21"-Gegnern.

(dapd)

 

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