Foto: lillysmum/Pixelio
Wer Wildtiere im Garten möchte, der muss seinen Garten nicht unbedingt verwildern lassen, auch wenn das oft zu hören ist. Doch gleich jedes welke Blättchen zu entfernen, ist im Garten zu viel an Ordnungsliebe. Schmetterlinge beispielsweise stören sich aber ganz und gar nicht daran, wenn die Blumen, von denen sie ihren Nektar beziehen, farblich sortiert in symmetrisch angelegten Beeten stehen. Adrian Thomas empfiehlt in seinem Buch „Gärtnern für Tiere. Das Praxisbuch für das ganze Jahr" jedoch, Pflanzen zu wählen, die die gewünschten Wildtiere auch gern mögen. Tagpfauenaugen sieht man zum Beispiel, wo reichlich Echter Lavendel oder Echte Brombeere steht.
Warum tierfreundlich gärtnern?
In jedem Garten sind Wildtiere, ob wir etwas dafür tun, oder nicht: Insekten, Vögel, kleine Säugetiere wie Mäuse, Hasen, Eichhörnchen und vielleicht auch Reptilien und Amphibien wie Frösche, Kröten, Eidechsen und Salamander. Manche Wildtiere leben im eigenen Garten, manche Wildtiere rasten im Garten für eine kurze Zeit, andere Wildtiere kommen nur zum Jagen oder Fressen. Wozu sollte man für Wildtiere gärtnern - zumal sie ja eh da sind? Thomas' Antwort: Weil auch der eigene Garten ein Teil des großen Ganzen ist und man in seinem eigenen Stückchen „Umwelt" einiges zum Artenschutz beitragen kann.
Zudem tragen Wildtiere zur Schönheit und Entspannung im Garten bei. Wildtiere in natura zu sehen, kann faszinieren und manchmal auch amüsieren. Und wenn ein seltenes Tier im eigenen Garten gesichtet wird, man sich nicht zu bewegen traut, damit man es noch ein paar Sekunden länger beobachten kann, dann ist das eine Attraktion.
Gärtnern für Menschen und Tiere
Für Wildtiere zu gärtnern heißt nicht Kompromisse zu machen. Denn man kann seine eigenen Bedürfnisse und die der heimischen Tierwelt im eigenen Garten unter einen Hut bringen. So kann ein Schuppen, in den man seine Gartengeräte unterbringt, mit bepflanztem Dach (Fetthenne) und Vogelhaus an der Rückwand sowohl den Menschen als auch den Tieren nützen.
Lesen Sie weiter Seite 2 wie Rotwild fern bleibt und was Bienen nützt
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