Aktuelle Nachrichten Europa – „Xynthia“ wütet über Frankreich, Spanien und Portugal – Deborah Seward
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Europa

Mehr als 20 Tote „Xynthia“ wütet über Frankreich, Spanien und Portugal

Deborah Seward

28.02.2010

Umgestürzte Bäume am Sonntag, 28. Februar 2010, in der Wiedfeldstraße in Essen. Chaos auf Straße und Schiene, zahlreiche Ausfälle im Flugverkehr und dazu mindestens ein Toter - Sturmtief "Xynthia" hat am Sonntag auch Deutschland erfasst. Die Meteorologen rechneten mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern. Foto: apn Photo/KDF-TV, Stephan Witte
Umgestürzte Bäume am Sonntag, 28. Februar 2010, in der Wiedfeldstraße in Essen. Chaos auf Straße und Schiene, zahlreiche Ausfälle im Flugverkehr und dazu mindestens ein Toter - Sturmtief "Xynthia" hat am Sonntag auch Deutschland erfasst. Die Meteorologen rechneten mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern.

Foto: apn Photo/KDF-TV, Stephan Witte

Paris (apn) Der Wintersturm „Xynthia“ hat in Frankreich, Spanien und Portugal mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Allein in Frankreich kamen am Sonntag mindestens 18 Menschen wegen Hochwassers oder umherfliegender Äste und Gebäudeteile ums Leben, 23 weitere erlitten Verletzungen. Etwa 900.000 Franzosen waren ohne Strom. In den Pyrenäen wurde neben Sturm- auch Lawinenalarm ausgegeben.

Die Windgeschwindigkeiten reichten von 150 Stundenkilometern an der Atlantik-Küste bis zu 200 Stundenkilometern auf den Höhenlagen der Pyrenäen. Hinzu kamen sintflutartige Regenfälle. Besonders schwer betroffen waren den Behörden zufolge die Départements Vendée mit sieben Toten und Charente-Maritime am Atlantik, wo fünf Menschen ums Leben kamen. Weitere Todesopfer gab es in den Départements Loire-Atlantique, Pyrénées-Atlantique, Haute-Garonne und Yonne. Wegen überfluteter Gleise war der Zugverkehr in weiten Teilen von Westfrankreich gestört. In Paris fielen zahlreiche Flüge aus oder hatten Verspätung.

Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde versprach, die von dem Sturm verursachten Hochwasserschäden schnellstmöglich abschätzen zu lassen. Insbesondere müsse geklärt werden, ob der Katastrophenzustand ausgerufen werden sollte. Dazu müsse „Xynthia“ aber zunächst abgeklungen sein.

Zehnjähriger in Portugal von Ast erschlagen

Zuvor war der Sturm auch über die Nordküste Spaniens hinweggefegt. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, wie Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba mitteilte. Zwei Menschen wurden bei Arlanzon getötet, als ihr Auto von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. In Ourense fiel eine Frau dem schweren Sturm zum Opfer. Am Freitag hatte „Xynthia“ bereits mit Windgeschwindigkeiten bis zu 190 Kilometern pro Stunde auf den Kanarischen Inseln erhebliche Schäden angerichtet.

Ein weiteres Todesopfer gab es in Portugal, wie Innenminister Rui Pereira mitteilte. Demnach spielte ein zehnjähriger Junge vor dem Gottesdienstbesuch am Sonntagmorgen Ball neben einer Kirche und wurde dabei von einem fallenden Ast erschlagen. (AP)

 

 

Hier können Sie sich im Newsletter eintragen.

Folgen Sie uns auf Facebook , Twitter und Google+.

Schlagworte

 
Anzeige
Weitere Artikel
Anzeige