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"Zeit"-Chefredakteur sollte Berlusconis persönlicher Referent werden

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01.12.2012

"Zeit"-Chefredakteur sollte Berlusconis persönlicher Referent werden Foto: dapd/Philipp Guelland
"Zeit"-Chefredakteur sollte Berlusconis persönlicher Referent werden

Foto: dapd/Philipp Guelland

Frankfurt/Main – "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo wäre beinahe enger Mitarbeiter des skandalumwitterten früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geworden.

Für seine Magisterarbeit hielt er sich in den 1980er Jahren wochenlang in Berlusconis damaliger Mailänder Medienfirma auf, wie er in der Radiosendung "HR1-Talk" (Sonntag, 10.00 Uhr) laut Vorabbericht sagte. "Ich hatte das Angebot, sein persönlicher Referent zu werden", berichtete Lorenzo. Er habe aber gemerkt: "Da geht es zu wie bei 'Denver' und 'Dallas'. Diese Welt ist mir, als ich dort war, unheimlich gewesen."

Der Journalist bereut auch nach einem Jahr noch sein Timing bei seinem Interview mit dem früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Dass dieses veröffentlicht wurde, während zeitgleich ein mit dem Politiker gemeinsam herausgegebenes Buch erschien, "war wirklich ein Fehler", sagte er. Es habe der Eindruck entstehen können, "dass ich ihm helfen wollte, auf die politische Bühne zurückzukehren". Viele hätten zudem geglaubt, er habe sich mit der Aktion bereichern wollen. Beides habe er nicht gewollt. Das Interview und das Buch erschienen rund ein halbes Jahr nach Guttenbergs Rücktritt im März 2011.

dapd

 

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