Harmonie und Balance im Alltag – Erregerabwehr hängt von Eintrittspforte ab – DAPD
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Erregerabwehr hängt von Eintrittspforte ab

DAPD

09.04.2007

Braunschweig – Die Fresszellen des Immunsystems arbeiten am besten, wenn sie einen Krankheitserreger dort vorfinden, wo er am häufigsten auftritt. Dieser Ort kann von Erreger zu Erreger aber sehr unterschiedlich sein. Dies entdeckten Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig in Studien an zwei krankheitserregenden Pilzen, Aspergillus fumigatus und Candida albicans.

Aspergillus fumigatus gelangt meist durch Einatmen in die Lunge, wo er an der Oberfläche der Lungenbläschen hängen bleibt. Dort kann ihn ein gesundes Immunsystem leicht beseitigen. In zweidimensionalen Umgebungen wie etwa auf den Oberflächen der Lungenbläschen vernichten Immunzellen diese Pilze besonders effektiv. In der dritten Dimension, etwa zwischen den Zellschichten von Körpergewebe, tun sie sich dagegen wesentlich schwerer.

Bei Candida albicans ist es umgekehrt: Dieser Schadpilz siedelt sich bevorzugt in Schleimhäuten an. Gefährlich wird er, wenn er in das darunter liegende Gewebe einwächst. Das gelingt ihm bei gesunden Menschen kaum, denn in der dreidimensionalen Umgebung des Gewebes erkennen und beseitigen Immunzellen Candida albicans. Dafür haben diese Fresszellen laut Helmholtz-Zentrum Probleme mit Candida in einer zweidimensionalen Umgebung, also auf einer Oberfläche. (AP)

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