Geschichte - Erkenntnisse und Fakten – Kristallschädel: Geheimnis der Maya – Leonardo Vintiñi (Epoch Times Argentinien) und Silke Jelkic (DNE)
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Kristallschädel: Geheimnis der Maya

Leonardo Vintiñi (Epoch Times Argentinien) und Silke Jelkic (DNE)

19.04.2007

Der in der Welcome Gallery des Britischen Museum ausgestellte Londoner Kristallschädel ist dem Mitchell-Hedges-Schädel sehr ähnlich, besitzt jedoch keinen abnehmbaren Unterkiefer. Ein Expertenteam des Museums stellte mittels elektronenmikroskopischer Analysen Schleifspuren an der Kristalloberfläche fest und kam so zu dem Schluss, da die amerikanischen Kulturen der Maya oder Azteken selber keine modernen Schleifräder besessen hätten, könne es sich bei dem Ganzen nur um eine Fälschung handeln. Der Schädel sei im 19. Jahrhundert in Deutschland hergestellt und als angebliches Fundstück der aztekischen Kultur ausgegeben worden. Viele Stelen dieser einstigen amerikanischen Hochkulturen bilden aber Gottheiten ab, die Gegenstände in den Händen halten, die wie moderne Werkzeuge anmuten. Autoren wie von Däniken oder Sitchin beschreiben in ihren Büchern ganze Szenarien von „Gottheiten“ mit Bohrern, Waffen oder in Raumschiffen. (AFP/Getty Images)
Der in der Welcome Gallery des Britischen Museum ausgestellte Londoner Kristallschädel ist dem Mitchell-Hedges-Schädel sehr ähnlich, besitzt jedoch keinen abnehmbaren Unterkiefer. Ein Expertenteam des Museums stellte mittels elektronenmikroskopischer Analysen Schleifspuren an der Kristalloberfläche fest und kam so zu dem Schluss, da die amerikanischen Kulturen der Maya oder Azteken selber keine modernen Schleifräder besessen hätten, könne es sich bei dem Ganzen nur um eine Fälschung handeln. Der Schädel sei im 19. Jahrhundert in Deutschland hergestellt und als angebliches Fundstück der aztekischen Kultur ausgegeben worden. Viele Stelen dieser einstigen amerikanischen Hochkulturen bilden aber Gottheiten ab, die Gegenstände in den Händen halten, die wie moderne Werkzeuge anmuten. Autoren wie von Däniken oder Sitchin beschreiben in ihren Büchern ganze Szenarien von „Gottheiten“ mit Bohrern, Waffen oder in Raumschiffen. (AFP/Getty Images)

Nach den Geschichtsbüchern wurde der Mitchell-Hedges-Kristallschädel, auch Schädel des Schicksals genannt, im Jahr 1927 von dem englischen Forscher Fredrik Mitchell-Hedges in den Maya-Ruinen von Lubaantun in Mittelamerika gefunden. Andere Quellen sagen, Mitchell hätte das Stück bei einer Auktion von Sothebys in London im Jahre 1943 ersteigert und es handele sich um eine Fälschung.

Was auch immer der Fall ist, der Kristallschädel ist detailgenau herausgearbeitet und poliert und ein Kunstgegenstand von unschätzbarem Wert. Sollte der Schädel wirklich von den Maya stammen, stehen wir unweigerlich vor einigen eindringlichen Fragen.

Der Schädel des Schicksals ist in mehrfacher Hinsicht eine technische Unmöglichkeit. Mit einem Gewicht von rund fünf Kilogramm und der maßstabsgetreuen Abbildung eines weiblichen Schädels, scheint es unmöglich zu sein, solch ein Produkt ohne moderne Technik herzustellen. Es wurde nicht berichtet, dass die Maya solche Werkzeuge besessen hätten.

Der Schädel wurde Objekt unterschiedlicher Analysen. Eines der ungelösten Rätsel ist die Bearbeitung. Quarzkristall hat eine Härte vom Grad 7 auf der Mohsschen Härteskala. Die Härteskala nach Mohs geht von 1 für Talk, bis 10 für Diamant. Quarzkristall kann also nur mit einem noch härteren Material bearbeitet werden wie etwa Rubin oder Diamant.

Eine Studie des Konservators Frank Dorland an den Hewlett-Packard-Laboratorien in Santa Clara in den 1970ern, kam zu dem Schluss, mit manueller Politur mittels Diamant und Sand hätten die Maya 300 Jahre zur Herstellung des Schädels brauchen müssen. Dorland hatte den Schädel sechs Jahre zu Untersuchungszwecken in seinem Hause und stellte die erstaunlichsten Charakteristika an ihm fest. Der Schädel hatte lumineszente Eigenschaften, konnte also sein eigenes Lichtfeld erzeugen. Außerdem besitzt er einen abnehmbaren Unterkiefer. Die bemerkenswerteste Entdeckung machte Dorland ganz zufällig, als er den Schädel abends vor seinem Kamin betrachtete. Die Flammen des Kaminfeuers spiegelten sich in den Augenhöhlen des Schädels. Dadurch angeregte Untersuchungen ließen erkennen, dass dem Kristallschädel verschiedene optische Eigenschaften durch die Art des Schliffes aufgeprägt worden waren. An der Mund- oder Gaumenunterseite befindet sich ein Prisma, das einfallendes Licht von unterhalb des Schädels direkt durch die Augenhöhlen wieder ausstrahlt. Oder ein seitlich einfallender Lichtstrahl strahlt wiederum durch den Stirnmittelpunkt, auch das „dritte Auge“ oder Himmelsauge genannt, nach außen.

Sollten die Maya wirklich bewusst über solch eine lange Zeit geplant haben, dass sie mehrere Jahrhunderte an einem Gegenstand arbeiten würden? Der Mitchell-Hedges-Kristallschädel ist auch nicht der Einzige seiner Sorte. Mehrere Kristallschädel wurden auf unterschiedlichen Erdteilen gefunden, auch aus anderen Materialien hergestellte. Ein komplettes Skelett aus Jade wurde in der Mongolei entdeckt, datiert wurde es auf 2.200 bis 3.500 Jahre vor Christus.

Die Echtheit der Kristallschädel wird, da Altersbestimmungen an Quarzmaterial nicht möglich sind, angezweifelt, doch das Phänomen Kristallschädel und andere Funde dieser Art werden für die Forschung weiter interessant bleiben. Vor allem für jene, die sich mit der Möglichkeit vorgeschichtlicher Kulturen, also hoch entwickelter Zivilisationen vor unserer Zivilisation, auseinandersetzen. Bedenkt man die Entdeckungen Dorlands bezüglich der Lichtbrechungen, kann man von einem Ritualgegenstand ausgehen und die Möglichkeit einer einstmals fortschrittlichen Kultur, die entsprechendes spirituelles Wissen und die technischen Möglichkeiten zur Herstellung solcher Kunstwerke besaß, drängt sich einem geradezu auf.

http://www.science-explorer.de/maya.htm

 
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