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Greenpeace

115.000 Arbeitsplätze durch Klimaschutz

Epoch Times, Mittwoch, 16. Juni 2010 12:29

Berlin (apn) Über gezielte Klimaschutzmaßnahmen könnten rund 115.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und jährlich die CO2-Emissionen von sechs Kohlekraftwerken eingespart werden. Diese Rechnung machte am Mittwoch Greenpeace unter Berufung auf eine Studie des Beratungsunternehmens Ecofys auf. Dieses „Zukunftspaket für Wirtschaft und Umwelt“ würde den Staat pro Jahr rund vier Milliarden Euro kosten.

Die Umweltschutzorganisation erklärte, diese Summe könnte durch den Abbau umweltschädlicher Subventionen etwa für den Klimakiller Kohle oder für Dienstwagen bei weitem ausgeglichen werden. Am Freitag will Kanzlerin Angela Merkel auf einem „Zukunftsgipfel“ im Schloss Meseberg in Brandenburg mit den Spitzen von Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und dem halben Kabinett über eine Strategie nach der Wirtschaftskrise sprechen.

„Merkel soll mutlose Politik beenden“

Greenpeace schlägt unter anderem die Förderung von Plusenergiehäusern, effizienten Haushaltsgeräten und Autos vor. Finanzielle Anreize für den Bezug von Ökostrom oder klimafreundliches Kühlen werden ebenso empfohlen wie eine regionale Erprobung kostenlosen Nahverkehrs.

Stefan Krug, Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace, kritisierte: „Der Finanzminister kürzt die Gelder für saubere Energien, der Wirtschaftsminister fordert eine Pause beim Klimaschutz und die Kanzlerin blockiert ein ehrgeizigeres Klimaziel der EU.“ Gleichzeitig wolle die Koalition Atommeiler länger laufen lassen und damit Investitionen in erneuerbare Energien gefährden. „Frau Merkel sollte diese mutlose Politik beenden und den Zukunftsgipfel als Neustart für Klimaschutz und Arbeitsplätze verstehen“, erklärte Krug.

Niklas Höhne von Ecofys sagte, die Berechnungen des Beratungsunternehmens zeigten, dass Klimaschutzmaßnahmen auch unabhängig von ökologischen Erwägungen ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft seien. „Statt kurzfristiger Konjunkturpakete schlagen wir innovative Fördermaßnahmen vor“, erklärte Höhne. Jährlich würden durch das Zukunftspaket rund 38 Millionen Tonnen der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen eingespart.

http://www.greenpeace.de/ (AP)



Schlagworte

Greenpeace, Arbeit, Klima
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