Dortmund – Der renommierte Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber hat die Klima-Erklärung auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm als deutlichen Fortschritt bewertet. „Was die G-8 beschließen, hat ja die Welt noch nicht beschlossen. Die G8-Staaten können vor allem Signale aussenden. Dabei haben sie einen Durchbruch erzielt“, sagte der Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Chef-Klimaberater der Bundesregierung den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Samstagausgabe).
Als Wissenschaftler hätte er sich allerdings gewünscht, dass die G-8-Staaten sich verbindlich eine Halbierung der Treibhausgasemission bis 2050 gegenüber 1990 verpflichten. „Das wäre eine Eins mit Stern gewesen“, so Schellnhuber. Nun dürften sich insbesondere die EU-Staaten nicht zurücklehnen. „Sie müssen den diplomatischen Druck auf andere aufrechterhalten und voran gehen. Energieeffizienz ist die erste Zitrone, die es auszuquetschen gilt“, erklärte Schellnhuber. Nötig sei ein Bündel von Maßnahmen von der Wärmedämmung in Gebäuden und der Kühlung mit Solarenergie bis zur Umstellung auf wesentlich effizientere Kraftwerke. (AP)
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