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Dioxin-Skandal 136.000 dioxinbelastete Eier in die Niederlande verkauft

DAPD

05.01.2011

Berlin – Vom deutschen Dioxin-Skandal sind auch die Niederlande betroffen. Aus Sachsen-Anhalt seien 136.000 belastete Eier an eine niederländische Firma geliefert worden, sagte der Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Holger Eichele, am Mittwoch in Berlin. Die Firma sei informiert worden. Darüber hinaus sei die EU-Kommission unterrichtet worden, dass kein kontaminiertes Futterfett aus Deutschland ausgeführt worden sei.

Eichele bestätigte, dass bis zu 3.000 Tonnen belastetes Fett in Deutschland in Umlauf gebracht wurden. Von einer Firma in Niedersachsen sei es an 25 Futtermittelhersteller in fünf Bundesländern verteilt worden – nach Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Fertigfutter wiederum sei an Legehennen- und Schweinemastbetriebe in acht Bundesländern gegangen – nach Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

Als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal werden laut Eichele schärfere Zulassungsbedingungen für Betriebe erwogen, die Futterrohstoffe liefern. Auch werde darüber nachgedacht, die Produktion von technischen Fetten und Futterfetten örtlich zu trennen. Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) werde darüber Mitte Januar mit ihren Länderkollegen beraten.

Zuvor müsse aber ermittelt werden, woher das Dioxin im Futterfett überhaupt gekommen sei. "Wir kennen nicht die Ursache diese Dioxin-Kontamination", sagte Eichele. Belastete Produkte würden aus dem Verkehr gezogen. "Wer Eier gegessen hat, muss sich um seine Gesundheit keine Sorge machen", zitierte der Sprecher das Bundesinstitut für Risikobewertung.

(dapd)

 

 

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