Karachi – Die Gewalt in der pakistanischen Wirtschaftsmetropole Karachi reißt nicht ab: In der Nacht zum Donnerstag starben 14 Menschen bei Zusammenstößen zweier verfeindeter Gruppen, nachdem ein ranghoher Politiker der Pakistanischen Volkspartei einen Parteivorsitzenden der oppositionellen Muttahida-Qaumi-Bewegung einen Mörder und Erpresser genannt und sich abfällig über deren Parteibasis, die urdusprachige Gemeinde der Stadt, geäußert hatte.
Kurz nachdem ein lokaler Fernsehsender die Aussagen Zulfiqar Mirzas gegenüber Altaf Hussain ausgestrahlt hatte, waren in der größten Stadt Pakistans Schüsse zu hören. Die aufgebrachte Menge zündete mehr als ein Dutzend Fahrzeuge an. Die Behörden nahmen etwa 160 Menschen fest. In den vergangenen zwei Wochen kamen mehr als 100 Menschen bei politisch und ethnisch motivierter Gewalt ums Leben.
Hintergrund der jüngsten Vorfälle ist offenbar die Entscheidung der Muttahida-Qaumi-Bewegung, der einflussreichsten Partei der 18-Millionen-Einwohner-Stadt, die Regierungskoalition zu verlassen und sich der Opposition anzuschließen.
(dapd)
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