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25.09.2007
Berlin – Mit einem gemeinnützigen Suchportal wollen fünf Studenten im Internet Spenden für das Kinderhilfswerk UNICEF sammeln und damit Schulen in Afrika finanzieren. Das Geld soll mit Werbebannern auf der Suchseite afroo.de eingenommen und vollständig an die Hilfsorganisation gespendet werden, wie die Gründer am Montag mitteilten. Die Suchfunktion wird von Google bereitgestellt, auch die Ergebnisse erscheinen auf den Seiten des Marktführers. Für 125.000 Seitenaufrufe sollen rund 10.000 Euro an UNICEF fließen – genug für den Bau einer kleinen Schule.
„Die Idee finden wir sehr pfiffig“, sagte Joachim Tomesch von UNICEF Deutschland der Nachrichtenagentur AP. „Das ist wirklich toll.“ Die Studenten zeigen sich bescheiden: „Im Prinzip hätte das jeder machen können“, sagte Afroo.de-Gründer Nikolaus von Hesler. „Das Neue ist, dass wir das Geld nicht selbst behalten, sondern an UNICEF spenden.“ Gehälter wollen sich die Online-Aktivisten nicht zahlen. „Wir arbeiten ehrenamtlich“, betonte von Hesler.
Anlass für die Initiative waren Auslandsaufenthalte der Studenten in verschiedenen Entwicklungsländern. „Mein Austauschsemester in Südafrika hat bei mir viele bleibende Eindrücke hinterlassen“, sagte von Hesler. „Der Mangel am Zugang zur einfachsten Bildung und den damit verbundenen Chancen zu einem besseren Leben hat sich bei mir besonders eingebrannt.“
Der Wert von Internetwerbung für einen guten Zweck biete ein bislang noch unentdecktes Potenzial, erklärten die fünf Gründer aus Frankfurt und Berlin. Auf afroo.de könnten Internetsurfer Schulen per Mausklick bauen und Unternehmen nützliche Werbung schalten: „Nachhaltiges Web 2.0, das ist unsere Innovation.“
http://www.afroo.de/
AP/nw/gü (AP)
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