Bern – Die Lugenliga hat vor den tödlichen Gefahren des Raucherhustens gewarnt. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit fünf Prozent aller Todesfälle auf die chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zurückzuführen, wie die Lungenliga am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der COPD-Betroffenen in der Schweiz wird zwischen 350.000 und 450.000 geschätzt. Allerdings werde bis heute nur ein Teil der COPD-Erkrankungen diagnostiziert. Seien früher vor allem Männer betroffen gewesen, erkrankten heute wegen des erhöhten Tabakkonsums beinahe gleich viele Frauen. Rauchen führe dabei in 90 Prozent der Fälle zur Erkrankung, aber auch Menschen, die bei der Arbeit häufig Staub ausgesetzt seien, erkrankten vermehrt. Die gemeinhin als Raucherhusten bagatellisierte Krankheit sei nicht heilbar. Je früher eine COPD aber diagnostiziert werde, desto erfolgreicher könne sie auch behandelt werden. So sollten alle Raucher und ehemaligen Raucher im Alter von über 40 Jahren, die Symptome zeigen, ihre Lungenfunktionen testen lassen. Dazu gehört unter anderen häufiges Husten auch ohne Erkältung, morgendlicher Husten mit Auswurf, Atemnot bei körperlicher Belastung und pfeifende Atmung. (AP)
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