Der Preistraeger in der Kategorie "Bester Kuenstler", der Saenger Tim Bendzko
Der Preistraeger in der Kategorie "Bester Kuenstler", der Saenger Tim Bendzko
Foto: dapd/Rene Werner

1Live-Hörer wählen Tim Bendzko zum besten Künstler

Epoch Times, Freitag, 7. Dezember 2012 07:35

Bochum – Tim Bendzko ist mit der 1Live-Krone als bester Künstler ausgezeichnet worden. Er nahm den Preis am Donnerstagabend in der Bochumer Jahrhunderthalle entgegen. Die Toten Hosen wurden von den Hörern des WDR-Jugendsenders zur besten Band gewählt. Die russische Punkband Pussy Riot erhielt für ihr politisches Engagement den Sonderpreis. Die Hörer von 1Live konnten bis Donnerstagmittag in sechs Kategorien über die Gewinner abstimmen.

Der Song "Easy" von Cro wurde von zur besten Single des Jahres gekürt. "Ich danke allen, die mir geholfen haben, dieses Ding zu kriegen", sagte der Sänger mit der Pandamaske, als er den Preis entgegen nahm. Zum besten Live-Act des Jahres wurde der Sänger Casper gewählt. Die Krone für das beste Album bekam die Band Kraftklub, die während der Show gemeinsam mit anderen Künstlern wie Campino mehrmals live auftrat. Außerdem wurde die Band Frittenbude für den besten "Plan B"-Act ausgezeichnet. Der Preis für die beste Comedy ging nach 25 Jahren auf der Bühne an Michael Mittermeier.

Zwei Aktivistinnen der 15-köpfigen Band Pussy Riot nahmen in Bochum den Sonderpreis aus den Händen von Smudo von den Fantastischen Vier entgegen. In bunten Leggins und Kleidern und den obligatorischen Strickmasken erschienen sie auf der Bühne und bedankten sich in einer kurzen Rede für den Preis: "In einer Zeit, wo Musik zur Avantgarde des Protests geworden ist, ist dieser Preis von besonderer Bedeutung."

Eine der beiden Aktivistinnen reckte die ausgestreckte Faust in die Höhe, die Zuschauer standen geschlossen auf und applaudierten. 1Live-Programmchef Jochen Rausch hatte die Ehrung zuvor damit begründet, dass die Gruppe sich "mutig gegen staatliche Bevormundung und für das Recht auf freie Meinungsäußerung in Russland" eingesetzt habe und nun "dafür einen hohen Preis bezahlen" müsste.

Die Band hatte im Februar mit einem Punk-Gebet gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale für einen Skandal gesorgt. Die Verhaftung von drei Mitgliedern der 15-köpfigen Band und der Prozess um die drei Frauen hatte weltweit für Aufsehen erregt. Einer Angeklagten wurde die Gefängnisstrafe erlassen, die beiden anderen Musikerinnen kamen in ein Straflager.

dapd



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Medien, Musik, Auszeichnungen


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