Frankfurt/Paris – 20 Filme sind im Wettbewerb um die Goldene Palme der 62. Filmfestspiele in Cannes vom 13. bis zum 24. Mai. Darunter sind neue Produktionen namhafter Regisseure wie Pedro Almodovar, Ang Lee und Jane Campion, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Jury-Präsidentin ist die französische Schauspielerin Isabelle Huppert.
Eröffnet wird das Festival zum ersten Mal mit einem Animationsfilm: Der in 3-D-Technik von der Disney-Tochter Pixar hergestellte Film „Up“ handelt von einem 78-jährigen Mann, der mit seinem an Ballons aufgehängten Haus nach Südamerika fliegt.
Hier die Liste der Filme im Wettbewerb:
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„Los abrazos rotos“ – Pedro Almodovar (Spanien)
„Fish Tank“ – Andrea Arnold (Großbritannien)
„Un prophete“ – Jacques Audiard (Frankreich)
„Vincere“ – Marco Bellocchio (Italien)
„Bright Star“ – Jane Campion (Neuseeland)
„Map of the Sounds of Tokyo“ – Isabel Coixet (Spanien)
„A l'origine“ – Xavier Giannoli (Frankreich)
„Das weiße Band“ – Michael Haneke (Österreich)
„Taking Woodstock“ – Ang Lee (Taiwan)
„Looking for Eric“ – Ken Loach (Großbritannien)
„Chun Feng Chen Zui De Ye Wan“ – Lou Ye (China)
„Kinatay“ – Brillante Mendoza (Philippinen)
„Enter the Void“ – Gaspar Noe (Frankreich)
„Bak-Jwi“ – Park Chan-wook (Südkorea)
„Les herbes folles“ – Alain Resnais (Frankreich)
„The Time That Remains“ – Elia Suleiman (Israel)
„Inglourious Basterds“ – Quentin Tarantino (USA)
„Vengeance“ – Johnnie To (China)
„Visage“ – Tsai Ming-liang (Malaysia)
„Antichrist“ – Lars von Trier (Dänemark)
Drei der Filme sind in Deutschland gedreht worden: „Das weiße Band“, „Inglorious Basterds“ und „Antichrist“. Der Amerikaner Tarantino drehte sein Weltkriegs-Drama „Inglorious Basterds“ mit Brad Pitt, Diane Kruger, Daniel Brühl, Til Schweiger und Martin Wuttke unter anderem im Studio Babelsberg in Potsdam. Unter der Regie des Dänen von Trier entstand „Antichrist“ mit Willem Dafoe und Charlotte Gainsbourg komplett in Nordrhein-Westfalen, wie die Filmstiftung NRW mitteilte. Es geht um ein Ehepaar, das sich nach dem Tod des gemeinsamen Kindes in eine einsame Waldhütte zurückzieht. Lars von Trier hat im Jahr 2000 die Goldene Palme für sein Musical „Dancer in the Dark“ gewonnen.
In „Das weiße Band“ spielen unter anderen die deutschen Schauspieler Ulrich Tukur, Susanne Lothar, Burghart Klaußner und Josef Bierbichler mit. Die Geschichte spielt in einem deutschen Dorf kurz vor dem Ersten Weltkrieg. „Ein Seil wurde gespannt, um den Arzt bei seinem Ausritt zu Sturz zu bringen, eine Scheune geht in Flammen auf, zwei Kinder werden entführt und gequält. Der Dorflehrer beobachtet und stellt Untersuchungen an, und nach und nach entdeckt er die unglaubliche Wahrheit“, heißt es in der Inhaltsangabe.
Haneke ist zum sechsten Mal in Cannes vertreten. „Die Freude ist immer groß!“, sagte er am Donnerstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA. „Es ist ein guter Jahrgang.“ Sein Film sei in Farbe gedreht worden, weil deutsche Fernsehanstalten, die sich an der Finanzierung beteiligt haben, darauf bestanden hätten. Erst in der Postproduktion sei er in Schwarz-Weiß umgewandelt worden. „Er gehört schwarz-weiß. Es ist ein historischer Film“, betonte der Regisseur. (AP)
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