New York – Das Jahr 2007 war laut einer amerikanischen Medienorganisation das tödlichste für Journalisten seit über einem Jahrzehnt. Weltweit kamen 64 Reporter in 17 Ländern bei der Ausübung ihres Berufs ums Leben, wie das New Yorker Komitee zum Schutz von Journalisten (Committee to Protect Journalists – CPJ) am Montag mitteilte. Die negative Spitzenposition nahm demnach der Irak mit 31 Todesopfern ein. Sieben Journalisten wurden in Somalia getötet, jeweils fünf in Pakistan und Sri Lanka.
Die Gesamtzahl von 64 Toten markiert den Angaben zufolge einen Anstieg um 8 gegenüber dem Vorjahr. Sie liegt nur knapp unter der Bilanz von 66 getöteten Journalisten im Jahre 1994. Damals kosteten vor allem die Konflikte in Bosnien-Herzegowina, Ruanda und Algerien zahlreiche Reporter das Leben. Laut CPJ werden 22 Todesfälle aus dem Jahre 2007 weiter untersucht, da die Umstände noch nicht einwandfrei feststünden.
Die Angaben des CPJ beziehen sich ausschließlich auf Journalisten, die berufsbedingt ums Leben kamen – etwa bei Mordanschlägen. Das in Brüssel ansässige Internationale Institut für Nachrichtensicherheit (INSI) hat Ende November eine ähnliche Statistik vorgelegt, in der auch die Mitarbeiter von Journalisten wie Fahrer und Dolmetscher erfasst sind. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt hier bei 171. Auch dies war die schlechteste Bilanz seit über einem Jahrzehnt. (AP)
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