Wirtschaftsnachrichten - Aktuelle Nachrichten Wirtschaft – 2011 bestes Jahr der Geschichte für deutsche Autoindustrie – Claus-Peter Tiemann
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Produktionsrekord 2011 bestes Jahr der Geschichte für deutsche Autoindustrie

Claus-Peter Tiemann

03.01.2012

Da geht was. Oder rollt es eher? Mehr exportiert als je zuvor, Produktionsrekord von 5,9 Millionen Stück volle Auftragsbücher und die Aktien von BMW, Daimler und VW heben ab. Foto: David Hecker/dapd
Da geht was. Oder rollt es eher? Mehr exportiert als je zuvor, Produktionsrekord von 5,9 Millionen Stück volle Auftragsbücher und die Aktien von BMW, Daimler und VW heben ab.

Foto: David Hecker/dapd

Hamburg – Die deutsche Autoindustrie hat 2011 das beste Jahr ihrer 125-jährigen Geschichte erlebt: Die Pkw-Produktion erreichte mit nahezu 5,9 Millionen Stück den höchsten Stand, wie der Branchenverband VDA mitteilte. Der Export stieg um sieben Prozent auf den Rekord von 4,5 Millionen Fahrzeugen. Und eine Trendwende ist nicht in Sicht: Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen im Dezember zehn Prozent höher als im Vorjahr, aus dem Inland verbuchten die Hersteller vier Prozent mehr Bestellungen.

"Wir bewegen uns bereits auf einem hohen Niveau, das nicht leicht zu toppen ist. Aber wir haben Grund zu vorsichtigem Optimismus für das Autojahr 2012", sagte Verbandschef Matthias Wissmann am Dienstag in Berlin. Die Aktien der Autohersteller zogen kräftig an: BMW legte um 4,3 Prozent, Daimler um 3,9 Prozent und VW um 2,2 Prozent zu.

Inlandsabsatz steigt 2011 um knapp neun Prozent

Auch im Inland läuft der Autoabsatz: Im vergangenen Jahr stieg der Neuwagenabsatz um 8,8 Prozent oder 257.000 Stück auf 3,174 Millionen Pkw-Neuzulassungen. Mit einem Plus von 6,1 Prozent allein im Monat Dezember zeigte sich auch zum Jahresende noch keine Krise auf dem deutschen Automarkt, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mitteilte.

Fast zwei Drittel der Neuwagen (64,7 Prozent) stammten den amtlichen Zahlen zufolge von deutschen Marken. Während Mercedes nur auf Vorjahresniveau liegt, verzeichnen die anderen deutschen Marken überwiegend zweistellige Zuwachsraten. Bei Porsche (+15 Prozent) und Ford (+16,5 Prozent) fiel das Plus am deutlichsten aus. VW legte 11,9 Prozent zu und baute die Stellung als größter deutscher Hersteller aus.

Verbandschef Wissmann erklärte, trotz der Diskussion um die Schuldenkrise in Europa "überzeugte die Modelloffensive unserer Hersteller mit kraftstoffeffizienten neuen Pkw die Kunden".

Für das Jahr 2012 vertrat Wissmann die Einschätzung, entscheidend für das Wachstum vor allem in Europa werde es sein, die Finanzmärkte zu stabilisieren. "Die wichtigen Märkte in den USA und in den Schwellenländern werden weiter wachsen; auch dort sind wir sehr gut positioniert", sagte der Chef des Autoverbandes.

Hyundai holt auf

Bei den Importeuren behaupteten Renault/Dacia und Skoda ihre führenden Positionen. VW-Jäger Hyundai konnte mit einem Zuwachs von fast 17 Prozent seinen Marktanteil verbessern.

Knapp 1,5 Millionen (47,1 Prozent) der Neuwagen hatten Dieselmotoren. Die abgasärmere Euro-5-Norm wurde von fast allen fabrikneuen Pkw erfüllt (97 Prozent). Die CO2-Emission der Pkw ging weiter zurück, im Durchschnitt auf 146,1 Gramm pro Kilometer.

Die großen Umwelthoffnungen der Elektro- und Hybridfahrzeuge erfüllten sich 2011 nicht: Es gab nur 2.154 neue Elektro- und 12.622 neue Hybridautos.

(dapd)

 

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