Aktuelle Nachrichten Europa – Rund 100 Zugpassagiere aus Lötschbergtunnel evakuiert – DAPD
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Aktuelle Nachrichten – Europa

Rund 100 Zugpassagiere aus Lötschbergtunnel evakuiert

DAPD

17.02.2008

Bern/Brig – Erstmals mussten aus dem Lötschbergbasistunnel die Passagiere eines Zugs evakuiert werden. Betroffen waren rund 100 Passagiere einer Cisalpino-Komposition, die im südlichsten Teil des 34,6 Kilometer langen Tunnels einen technischen Defekt hatte. Die Evakuation verlief ohne Probleme.

Betroffen war am Samstagabend der Cisalpino Basel – Mailand mit fahrplanmässiger Ankunft in Brig um 19.40 Uhr. Wegen eines technischen Defekts musste der Zug die Fahrt verlangsamen und schliesslich gegen 19.15 Uhr im südlichsten Teil des Tunnels anhalten, wie ein BLS-Sprecher den Vorfall schilderte. Zunächst sei man davon ausgegangen, dass die Panne rasch behoben werden könne. Dies habe sich dann aber nicht bestätigt, so dass beschlossen worden sei, die Zugspassagiere zu evakuieren.

Die rund 100 Passagiere mussten sich rund 30 Meter zu Fuss durch einen Querstollen in die andere Tunnelröhre begeben. Dort wartete ein Ersatzzug auf sie, der sie mit rund zweistündiger Verspätung sicher nach Brig brachte. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Passagiere“, sagte BLS-Sprecher Olivier Bayard auf Anfrage. Die Evakuation habe rund 20 Minuten gedauert und sei ruhig und geordnet verlaufen. Es habe überhaupt keine Panik gegeben. Die Evakuation von Zügen im Lötschbergbasistunnel sei auch schon beübt worden. Die genaue Ursache des technischen Defekts am Zug, der nach Brig abgeschleppt werden musste, war zunächst nicht bekannt. Bayard wies darauf hin, dass sich der Vorfall ebenso gut auf offener Strecke hätte ereignen können. Die Auswirkungen auf den Zugsverkehr am Samstagabend seien nur geringfügiger Natur gewesen.

Bei dem Vorfall vom Samstagabend handelte es um den ersten grösseren Zwischenfall im Lötschbergbasistunnel. Seit Fahrplanbeginn am 9. Dezember habe der Lötschbergbasistunnel nur zwei Mal für kurze Zeit gesperrt werden müssen. Beim ersten Mal habe nach einem Kurzschluss eine Fahrleitungskontrolle vorgenommen werden müssen und das zweite Mal habe es sich um einen Fehlalarm gehandelt. (AP)

 
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