Aktuelle Nachrichten Welt - News und Hintergründe – Sturzflutgefahr im chinesischen Erdbebengebiet vorerst gebannt – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Welt

Überflutungsgefahr Sturzflutgefahr im chinesischen Erdbebengebiet vorerst gebannt

DAPD

07.06.2008

(AP Photo/Xinhua, Li Gang)
(AP Photo/Xinhua, Li Gang)

Taohua/China – Die Gefahr einer Sturzflut im chinesischen Erdbebengebiet scheint vorerst gebannt. Über einen Graben wurde am Samstag damit begonnen, Wasser aus dem Stausee abzulassen, der die Häuser und Wohnungen von 1,3 Millionen Menschen bedrohte. „Die Rettungsarbeiten dauern an, aber in absehbarer Zeit besteht kein Risiko eines Dammbruchs“, sagte der stellvertretende Armeechef in der Region Chengdu, Fan Xiaoguang nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Soldaten hatten am Freitag den Befehl erhalten, einen Abflussgraben am von Erdrutschen aufgestauten Tangjiashan-See zu vertiefen. Der Graben lässt das Wasser durch einen Erdrutsch fließen, der den Fluss Tongkou aufgestaut hat. Die Ingenieure beobachteten am Samstag Brücken und Ufer flussabwärts, um zu prüfen, ob sie den Wassermassen standhalten würden. Unterhalb des Sees wurden bereits 250.000 Menschen vorsorglich evakuiert. Einige von ihnen zogen aus Angst vor einem möglichen Dammbruch bereits bis zu fünf Mal um. In Lagern warteten sie auf Neuigkeiten vom Tangjiashan.

Die Behörden kündigten unterdessen an, sie wollten Vorwürfe von Spendenbetrug im Zusammenhang mit dem Erdbeben untersuchen. Ein Bericht sollte am 20. Juni vorliegen. Xinhua berichtete, im In- und Ausland seien bisher 6,3 Milliarden Dollar (vier Milliarden Euro) für die Opfer gespendet worden.

Eltern dürfen zweites Kind bekommen

Das Erdbeben in der Provinz Sichuan vom 12. Mai hatte eine Stärke von 7,9. Nach offiziellen Angaben wurden 69.127 Menschen getötet, fast 18.000 weitere werden noch vermisst.

Schätzungen zufolge waren unter den Todesopfern 7.000 Kinder ohne Geschwister. Die Kommission für Familienplanung kündigte an, sie werde Mediziner ins Katastrophengebiet schicken, die Sterilisierungen rückgängig machen sollten, falls Paare ein weiteres Kind haben wollten. In China dürfen Paare meist nur ein Kind bekommen. Wenn das Kind getötet oder schwer verletzt wird, dürfen sie ein zweites bekommen. (AP)

Schlagworte

 
Anzeige
Anzeige
Anzeige