Nachrichten China – 30.000 Menschen im Nordosten Chinas von Hochwasser eingeschlossen – DAPD
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Sintflutartige Regenfälle 30.000 Menschen im Nordosten Chinas von Hochwasser eingeschlossen

DAPD

28.07.2010

Auch in der südlichen Provinz Sichuan waren Helfer im Einsatz, nachdem ein Erdrutsch 58 Häuser unter sich begraben hatte. Foto: /AP Photo
Auch in der südlichen Provinz Sichuan waren Helfer im Einsatz, nachdem ein Erdrutsch 58 Häuser unter sich begraben hatte.

Foto: /AP Photo

Peking (apn) Schwere Überschwemmungen haben weite Gebiete im Nordosten von China in Chaos gestürzt. Nach sintflutartige Regenfällen saßen in der Stadt Kouqian in der Provinz Jilin etwa 30.000 Einwohner ohne Strom fest, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Die Wassermassen ergossen sich in die Stadt, nachdem ein nahegelegenes Staubecken überlief und die Flüsse Wende und Songhua über die Ufer traten.

Auch die mittelchinesische Provinz Hubei ist von den Fluten betroffen. Der Drei-Schluchten-Damm füllte sich am Mittwoch bis nahe an die Belastungsgrenze. Der Pegel im größten Wasserkraftwerk der Welt lag nach Berichten von Xinhua bei 158 Metern, nur knapp 16 Meter unter der Obergrenze. Die Flüsse Jangtse und Han drohten über die Ufer zu treten. Tausende Arbeiter waren nach Behördenangaben in der Stadt Wuhan damit beschäftigt, die Flussufer mit Sandsäcken zu befestigen und Staubecken zu überprüfen.

In der zentralchinesischen Provinz Henan suchten unterdessen Tausende Einsatzkräfte nach Überlebenden eines Brückeneinsturzes. Die Brücke über den Fluss Ji war wegen schwerer Überschwemmungen eingestürzt. Wie Xinhua meldete, kamen 37 Menschen ums Leben, 29 weitere wurden vermisst. Auch in der südlichen Provinz Sichuan waren Helfer im Einsatz, nachdem ein Erdrutsch 58 Häuser unter sich begraben hatte. 21 Menschen galten laut Xinhua als vermisst.

China kämpft derzeit mit den schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als zehn Jahren. In diesem Jahr sind bislang mehr als 1.200 Menschen durch Unwetter ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Bis Donnerstag werden im Südosten, Südwesten und Nordosten des Landes weitere heftige Niederschläge erwartet. (AP)

 

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