Foto: dapd/Sebastian Willnow
Berlin – 300.000 Amseln sind im vergangenen Jahr in Deutschland nach einer Schätzung des Naturschutzbundes am Usutu-Virus verendet. Das Risiko sei für die Vögel zwar in bestimmten Regionen groß, aber bundesweit nicht bestandsgefährdend, sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller am Freitag. Das Ausbruchsgebiet breitete sich demnach im Sommer leicht aus und umfasst nun die Rheinebene von Freiburg im Breisgau bis Köln und das Maintal aufwärts bis Frankfurt am Main und Hanau. Nach Angaben des Umweltverbandes ist dies jedoch kein Grund zur Panik, da die Amseln zunehmend resistent werden.
Das Usutu-Virus stammt aus Afrika. Es wird durch Stechmücken übertragen und ist vor allem für Singvögel gefährlich. Das Virus kann aber auch bei Säugetieren und Menschen Erkrankungen hervorrufen.
Vogelexperten des Nabu haben für die Erhebung ab 2006 Daten aus Deutschlands größten Vogelzählaktionen "Stunde der Gartenvögel" und "Stunde der Wintervögel" ausgewertet.
dapd
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