Jowhar/Somalia – Nachdem zehntausende Somalier aus ihrer von bewaffneten Konflikten zerstörten Hauptstadt geflohen sind, drohen die Menschen nun wegen einer schlechten Ernte zu verhungern. Der Sprecher des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP), Peter Smerdon, sagte, die Situation habe sich seit Juli verschlimmert. „Familien bekommen nicht das Essen, das sie brauchen, entweder weil sie es sich nicht leisten können oder weil es dort, wo sie sind, keines gibt. Sie müssen auf Unterstützung hoffen“, sagte Smerdon.
Bereits 1,5 Millionen der sieben Millionen Somalier brauchen Hilfe in Form von Nahrungsmitteln. Fast 300.000 Menschen sind akut vom Hungertod bedroht, berichten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Wenig Regen im fruchtbaren Süden des Landes hat zur schlechtesten Ernte seit 13 Jahren geführt. Zudem hat die Nachfrage der rund 80.000 Flüchtlinge aus der Hauptstadt die Preise für viele Einheimische in unerreichbare Höhen getrieben. (AP)
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