Aktuelle Nachrichten – China - Menschenrechte
18.08.2008
Peking – Bei den chinesischen Behörden seien bislang 77 Anträge auf Genehmigungen für Proteste während der Olympischen Spiele eingegangen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua heute meldete, wurden aber alle Anträge entweder zurückgezogen, ausgesetzt oder nicht genehmigt. Die seit dem 1. August eingegangenen Anträge kamen von insgesamt 149 Personen, davon drei aus dem Ausland.
Menschenrechtsgruppen hatten bereits mehrfach berichtet, dass Personen, die den Mut hatten, Anträge zu stellen, von der Polizei abgeholt wurden.
Die chinesischen Behörden hatten rund um die Wettkampfstätten besondere Zonen eingerichtet, in denen Demonstrationen zugelassen werden sollten. Die Anträge dazu sollten fünf Tage vorher eingereicht und innerhalb von 48 Stunden beantwortet werden. Bislang gab es dort keine Proteste. Es kam aber auch andernorts in Peking zu spontanen Aktionen, zumeist von Ausländern, die sich für die Menschenrechte in Tibet einsetzten.
Eine Gruppe amerikanischer Christen, bei denen bei der Einreise nach China 300 Bibeln beschlagnahmt wurden, weigert sich unterdessen den Flughafen zu verlassen. Sie wollten zuerst ihre Bibeln wieder zurück haben, erklärte ein Sprecher. (AP)
sfr/AP
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