Aktuelle Nachrichten – China - Gesellschaft
21.09.2008
Hongkong – Der Milchskandal in China hat auch den Schweizer Hersteller Nestle erfasst: In Nestle-Milch in Hongkong wurde die Chemikalie Melamin festgestellt, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. Die Milch kommt demnach von einem Tochterunternehmen Nestles in der chinesischen Küstenstadt Qingdao und war für die Gastronomie bestimmt. Sie solle nicht an Kleinkinder verfüttert werden, warnten die Behörden. Nestle trat den Berichten entgegen und betonte, dass in keinem seiner Produkte die Melamin enthalten ist.
Am Sonntag wurden erstmals bei einem Mädchen in Hongkong Nierensteine festgestellt, was auf Melamin-verseuchte Babymilch zurückgeführt wird. Im übrigen China sind mehr als 6.200 Kinder erkrankt und bislang vier gestorben.
Die zuständigen Lebensmittelbehörden in Hongkong hätten bestätigt, dass das in Presseberichten beanstandete Produkt Neslac Gold 1+ frei von Melamin sei, erklärte der Konzern. Das Produkt sei von unabhängigen Labors untersucht worden und in keiner der Analysen sei Melamin gefunden worden. Nestle verfüge über sehr enge Beziehungen zu den chinesischen Milchproduzenten und informiere diese regelmäßig über die Qualität der Milchproduktion. (AP)
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