Aktuelle Nachrichten – Fitness
26.09.2008
Frankfurt/Main – Ein Großteil der Jugendlichen in Deutschland schläft wochentags zu wenig. Wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unter Berufung auf eine Studie der Universität Freiburg berichtete, haben viele der jungen Menschen um die Wochenmitte das geringste Schlafpensum: Die 12- bis 13-Jährigen kommen demnach wochentags auf etwas mehr als achteinhalb Stunden, und die über 16-Jährigen auf weniger als acht Stunden.
Dabei benötigten Heranwachsende täglich etwa neun Stunden Schlaf, sagt Verbandssprecher Ulrich Fegeler: „Längerfristiger Schlafmangel erhöht das Risiko für schlechte Schulleistungen und körperliche und psychische Probleme – auch das Risiko für Übergewicht kann möglicherweise beeinflusst sein.“ Das Problem sei, dass Jugendliche selbst kurzfristig kaum unter Beschwerden durch Schlafmangel litten.
In der Umfrage der Freiburger Wissenschaftler gaben die Schüler meist an, dass bei ihnen durch Schlafmangel keine Einbußen in ihrer Leistungsfähigkeit entstünden und sie wenig von Tagesschläfrigkeit betroffen seien. Tatsächlich versuchten Teenager oft, ihr Schlafdefizit am Wochenende nachzuholen. „Doch besteht dabei die Gefahr, dass ihr Schlafrhythmus durch die unterschiedlichen Zeiten des Zubettgehens gestört wird“, warnt Fegeler. Dies sei phasenweise nicht schlimm, sollte aber nicht die Regel werden.
http://www.kinderaerzte-im-netz.de (AP)
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