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03.07.2006
Stuttgart - Kirchliche Hilfsorganisationen haben sich zu einem weitgehenden Verzicht auf genmanipuliertes Getreide für die Nahrungsmittelhilfe verpflichtet. Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagte am Montag in Stuttgart, der Einsatz von genetisch veränderten Organismen in der Nahrungsmittelhilfe löse immer wieder kontroverse Debatten aus. «Wir müssen in ethisch verantwortlicher Weise mit diesem Dilemma umgehen.»
Die Ablehnung genetisch modifizierter Nahrungsmittel könnte im Extremfall eine Hungerkrise verschlimmern. Zugleich könne die schlichte Akzeptanz solcher Nahrungsmittel langfristig Anbautechniken verändern, die Vielfalt lokaler Getreidearten zerstören und ungewollt genmanipuliertem Saatgut weltweit zum Durchbruch verhelfen, sagte die Pfarrerin. Die nun verabschiedeten Richtlinien, die für die internationale Allianz protestantischer Kirchen und kirchlicher Hilfswerke verpflichtend seien, gäben einen klaren Rahmen für den Umgang mit genetisch veränderten Organismen vor.
Füllkrug-Weitzel berichtete, dass dazu etwa die Verpflichtung zähle, selbst keine genetisch veränderten Nahrungsmittel einzukaufen. Die Verteilung von gespendetem, gentechnisch verändertem Getreide dürfe nur der letzte Ausweg sein, um eine Hungerkatastrophe abzuwenden.
http:/www.diakonie-katastrophenhilfe.de
(AP)
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