Sport News - Aktuelle Sport Nachrichten – 4.000 Besucher beim Public Viewing zu Olympischen Spielen in Berlin – Maren Hennemuth
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Aktuelle Nachrichten – Sport

Tausende schauten "Tascha" zu 4.000 Besucher beim Public Viewing zu Olympischen Spielen in Berlin

Maren Hennemuth

28.07.2012

Eröffnung der 2012 Olympischen Sommer Spiele in London. Foto: Ezra Shaw, Pool/AP/dapd)
Eröffnung der 2012 Olympischen Sommer Spiele in London.

Foto: Ezra Shaw, Pool/AP/dapd)

Berlin – Als das Bild der deutschen Fahnenträgerin Natascha Keller auf der Großleinwand zu sehen ist, schickt die Menschenmenge ein Raunen in den Berliner Nachthimmel. Mehrere tausend Besucher verfolgten am Freitagabend die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele auf einer Großleinwand auf dem ehemaligen Flughafengelände in Berlin-Tempelhof. Nach Angaben der Veranstalter, dem Berliner Hockey Club (BHC), sind es 4.000 Zuschauer. Sie sitzen im Gras oder auf Bänken vor einer 80 Quadratmeter großen Leinwand. Unter ihnen sind auch die Brüder der Fahnenträgerin, Florian und Andreas Keller.

Wenn es nach dem Präsidenten des Hockey Clubs, Michael Stiebitz, geht, soll das Tempelhofer Feld während der Olympischen Spiele zur neuen Berliner Fanmeile werden. "Das war eine verrückte Idee", sagt der Organisator neben der Leinwand stehend, "wir wollten die Spiele erlebbar machen. Es scheint zu funktionieren." Sein Blick schweift über die zahlreichen Köpfe, die im Licht der Scheinwerfer erkennbar sind.

"Es ist natürlich ein Traum für uns, dass Taschi die Fahne trägt", sagt Stiebitz. Die 35-Jährige spielt beim BHC. Auch ihr Bruder Andreas Keller ist sichtlich stolz. "Super aufgeregt" sei er, erzählt der Gold-Gewinner von 1992. Eine große Ehre sei das für seine Schwester. "Aber Taschi hat es sich auch echt verdient", meint er, "hoffentlich stolpert sie nicht."

Public Viewing als Zufallserlebnis

Die 35-Jährige entstammt einer Berliner Hockey-Dynastie. Großvater Erwin gewann Silber 1936, Vater Carsten Gold 1972, Bruder Andreas Gold 1992 und Bruder Florian Gold 2008.

Und nun 2012: Bisher hat sich das Public Viewing in Deutschland eher bei großen Fußballturnieren etabliert. Auf der Berliner Fanmeile vor dem Brandenburger Tor verfolgten mehrere hunderttausend Menschen die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr. Doch der Deutsche Olympische Sportbund registriert vereinzelt auch erste Public Viewing-Veranstaltungen zu Olympia.

Manche Zuschauer sind am Freitag aber eher durch Zufall vor die Leinwand auf dem Tempelhofer Feld geraten. Wie die russischen Austauschstudenten Maria, Alex und Lena. Sie sitzen vor zwei Schalen mit saftig-roten Melonenstücken. "Wir sind vor kurzem nach Tempelhof gezogen", sagt Maria, "heute wollten wir die Umgebung erkunden und ein Picknick machen." Dann hätten sie die Großleinwand entdeckt. "Eine echt gute Idee", findet die Studentin.

(dapd)

 

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