Aktivurlaub – Ein immer teurer Winterspaß – Berrit Gräber
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Skifahren Ein immer teurer Winterspaß

Berrit Gräber

02.02.2009

Die Valluga-Seilbahn vom Galzig zur Valluga-Spitze bei St. Anton am Arlberg schwebt hoch über dem Steißbachta. (Wolfgang Wehl/Pixelio.de)
Die Valluga-Seilbahn vom Galzig zur Valluga-Spitze bei St. Anton am Arlberg schwebt hoch über dem Steißbachta. (Wolfgang Wehl/Pixelio)

München – Dieser Winter entwickelt sich ganz nach dem Geschmack der Skifahrer: Viel Schnee in den Bergen, herrliche Pistenverhältnisse und ausgiebig Sonnenschein. Doch der Winterspaß wird immer teurer. Fast alle Skigebiete haben die Preise in dieser Saison spürbar angezogen. Im Vergleich zum Vorjahr müssen für Liftkarten bis zu 4,5 Prozent mehr gezahlt werden, wie ein internationaler Preisvergleich des Europäischen Verbraucherzentrums zusammen mit dem österreichischen Verein für Konsumenteninformation ergab. Manchmal auch bis zu 10 Prozent und mehr.

Der Check von 100 Wintersportregionen in Österreich, Deutschland, Slowenien, Italien, der Schweiz und Frankreich bestätigte, was passionierte Skifahrer seit jeher wissen: Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Destinationen sind beachtlich.

Vor allem die grenzüberschreitenden Top-Skigebiete zwischen Frankreich und der Schweiz haben demnach auch preislich die Nase vorn. Je länger die Abfahrten, je traumhafter und prominenter die Region, desto tiefer müssen Pistenfreaks in die Tasche greifen. Wer Skipässe für große Skischaukeln meidet und mit weniger bekannten, kleineren Gebieten der Alpen zufrieden ist, kann häufig viel Geld sparen, lautet das Fazit der Studie.

Maßgebend bei dem Vergleich waren die Kosten für eine Familie mit einem 16-jährigen Jugendlichen und einem 9-jährigen Kind, berechnet für 6 Tage. In die Ausgaben flossen auch Familienermäßigungen und sonstige Rabatte mit ein, wie die Verbraucherschützer erläutern. In vielen Skigebieten sind die Liftkartenpreise nach dem Geburtsjahr gestaffelt. Freifahrten gibt es nur für die Kleinsten bis etwa 6 oder 7 Jahre.

Promi-Flair muss mitbezahlt werden

Laut Europa-Vergleich ergibt sich für diese Saison folgendes Top-Ten-Ranking für Familien: So teuer wie in dem nach dem Skirennläufer Jean-Claude Killy benannten Pistenverbund Espace Killy im französischen Val d'Isere kommt der Winterspaß in keinem anderen Gebiet der Erhebung. Die Beispielfamilie muss dort 792,50 Euro allein für die vier Skipässe hinblättern. Allerdings wird auch Spektakuläres geboten: Wer sich auf gut 300 Pistenkilometern in bis zu 3.500 Metern Höhe austoben wolle, sei dort bestens aufgehoben, meinen die Verbraucherschützer.

Immerhin fast 60 Euro weniger, nämlich 734 Euro, kostet das vergleichbare Familienpaket in der französisch-schweizerischen Region Portes du Soleil. Wer sich dafür entscheidet, bekommt schier endlose 650 Pistenkilometer geboten und wird kaum einen Hang zweimal fahren müssen. In der Top-Ten-Liste findet sich interessanterweise kein rein schweizerisches Skigebiet, dafür Destinationen mit Promi-Flair wie die Arlberg-Region mit Lech Zürs sowie Sölden, wie die Tester anmerken.

Unter den Spitzenreitern der zehn teuersten Skigebiete des Vergleichs finden sich aber auch kleinere Gegenden wie das italienische Madonna di Campiglio. Für die gerade mal 52 Pistenkilometer muss die Beispielfamilie dort 732 Euro für die 6-Tages-Skipässe ausgeben. Happige Altersregelungen schlagen hier bei der Preisgestaltung voll durch: Kinder über 8 Jahren zahlen demnach den vollen Preis.

Kleines Angebot, kleiner Preis

Deutlich günstiger ist das 6-Tages-Paket im österreichischen Skigebiet Wilder Kaiser-Brixental in Tirol zu haben, das von den Ausmaßen her an Espace Killy heranreicht. Dort ist die Familie mit 599,50 Euro dabei. Ähnlich viel muss sie im Schweizer Skigebiet Vier Täler im Wallis einkalkulieren, nämlich 603,50 Euro.

Am günstigsten fallen die Skipauschalen laut Erhebung in kleineren Skigebieten Österreichs aus. Dort kommt die Beispielfamilie mit Preisen zwischen 285 und 339 Euro weg. Das Angebot ist dafür auch eher bescheiden. Mit mehr als 22 Pistenkilometer kann keiner der preiswerteren Skiorte aufwarten.

Wer folgenden Tipp beherzigt, kann nach Ansicht der Tester in jedem Fall sein Budget entlasten: Darauf achten, dass man nicht automatisch Liftkarten für eine große Skischaukel mitbezahlt, wenn man das Liftangebot von vornherein nur eingeschränkt nutzen will.

Weitere (AP)

 

 
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