Bönnigheim – Neuartige Wundauflagen könnten in Zukunft die Heilung chronischer Wunden fördern. Mit Hilfe neuer Technologien geben sie Wirkstoffe etwa gegen Infektionen oder zur Förderung der Hautregeneration kontinuierlich über mehrere Tage hinweg ab.
Bei bundesweit schätzungsweise vier Millionen Patienten müssen jährlich chronische Wunden versorgt werden. Bislang werden dabei heilungsfördernde Stoffe unabhängig von der Wundauflage etwa in Form einer Salbe auf die Wunde gebracht. Die sogenannte Nanosol-Technik könnte dies künftig ändern. Dabei werden die einzelnen Zellulosefasern der Auflage mit Wirkstoffen versehen, die in der feuchten Umgebung der Wunde mindestens zehn Tage lang kontinuierlich abgeben werden.
Gegenwärtig untersuchen Forscher der Hohenheim Institute in Bönnigheim verschiedene Wirkstoffgruppen, darunter Antibiotika, Enzyme oder Stoffe zur Hautregeneration. Die Wissenschaftler wollen nach Angaben der Institute Kompressen mit Wirkstoffdepots entwickeln, die Infektionen verhindern, die Wundheilung beschleunigen, die Behandlung vereinfachen und den Zeitaufwand in der Pflege verringern. (AP)
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