Aktuelle Nachrichten – Städtereisen & Kulturreisen
15.07.2009
Fast italienisch, aber doch nicht ganz - so präsentiert sich das Schweizerische Tessin. Umrahmt von schneebedeckten Gipfeln und durchzogen von tosenden Flüssen, lieben es die Deutschen seit jeher, immer wenn ihnen der Winter nördlich der Alpen zu lange dauert und sie sich nach den wärmenden Strahlen mediterraner Sonne sehnen.
Das Ziel alle Träume vom sonnigen Tessiner Süden hat einen Namen: Askona. Gelegen am Westufer des Lago Maggiore, dort wo die rauschende Maggia den See mit ihrem kalten Schmelzwasser speist, schmiegt sich das kleine romantische Städtchen an die südlichen Ausläufer des St. Gotthard Massivs. Malerische Gässchen mit schmucken Läden durchziehen die Altstadt und verzaubern mit ihrem Charme das internationale Publikum, das sich hier alljährlich ein Stelldichein gibt.
Irgendwann jedoch münden die engen Gassen ein in die großzügig angelegte Uferpromenade, die unter einem dichten Baumbestand hindurch den Blick freigibt auf den von hohen Bergzügen umsäumten Lago Maggiore. Ein Blick, viel zu schön, um ihn nur im Vorübergehen zu genießen! Zahlreiche Cafés und Restaurants laden ein zum Verweilen, zum Sehen und zum Gesehen werden. Denn ihnen allen gehört die Promenade: den Vornehmen im modischen Chic, den Einheimischen mit Hunden aller Rassen an der Leine sowie den Sportlern im legeren Jogging-Dress. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen vor der zumeist spiegelglatten Fläche des Sees.
Weit schweift der Blick über die Uferkante hinüber zu den Schwalbennest ähnlichen Städtchen, oder er folgt den flinken Ausflugsdampfern in Richtung Süden. Irgendwo hinter dem Ort Brissago mit seinen vorgelagerten kleinen Seeinseln sucht er vergeblich nach Merkmalen für den Verlauf der schweizerisch-italienischen Grenze, die sich nur auf der Landkarte an der Schiffsanlegestelle erkennen lässt. Für mich ist dies ein Ort zu Träumen, vor einer faszinierenden Kulisse, die sich bei wechselndem Stand der Sonne in stets neuen Farbnuancen präsentiert.
Nicht alle touristischen Ziele sind in der Erinnerung gleichrangig. Besonders bleiben die Orte in der Erinnerung haften, die auf irgendeine Weise auch die Seele des Reisenden erreicht haben - Orte des Wohlfühlens und des persönlichen Erlebens.
In der Reihe Lieblingsplätze - Orte, an denen die Seele baumelt - stellt unser Autor Bernd Kregel in lockerer Folge solche Orte des positiven Erinnerns vor.
01. Piazza San Marco, Venedig / Italien
02. Kathedralenplatz, Santiago de Compostela / Spanien
03. Montmartre, Paris / Frankreich
04. Münsterkreuzgang, Bonn / Nordrhein-Westfalen
05. Ohlsdorfer Parkfriedhof, Hamburg
06. Suomenlinna, Helsinki / Finnland
07. Askona, Lago Maggiore / Italien08. Oriental, Bangkok / Thailand
09. Santorin, Ägäis / Griechenland
10. Piazza Navona, Rom / Italien 11. Four Seasons Hotel, Amman /Jordanien 12. Puente la Reina, Navarra / Spanien 13. Dubrovnik, Adria / Kroatien 14. Aleppo / SyrienSchlagworte
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