Aktuelle Nachrichten – Psyche
14.08.2009
Chemnitz – Emotionale Intelligenz macht Paare glücklicher und Beziehungen stabiler. Zu diese Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität Chemnitz. Die Psychologinnen Michela Schröder-Abé und Astrid Schütz stellten fest, dass die Partner emotional intelligenter Personen besonders zufrieden mit ihrer Beziehung sind. Wer einen emotional intelligenten Partner hat, vertraue diesem mehr, fühle sich dem Partner näher und empfinde mehr Liebe für ihn.
„Besonders bedeutsam ist es, Emotionen bei anderen zu erkennen – eine Fähigkeit, die besonders im täglichen Miteinander von Paaren eine wichtige Rolle spielt“, betonte Schröder-Abé: „Wer von der Arbeit nach Hause kommt, und nicht bemerkt, ob es dem Partner gut oder schlecht geht, wird schneller Unstimmigkeiten oder Streit provozieren, als jemand, der die Gefühle des anderen erkennt und sensibel darauf eingehen kann.“
Grundlage der Studie war die eingehende Befragung von fast 200 Paaren. Die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu verstehen sowie mit Emotionen richtig umzugehen und sie zu nutzen, wird seit einigen Jahren intensiv erforscht. Die Bedeutung emotionaler Intelligenz in engen Beziehungen war bislang aber den Angaben zufolge noch nicht ausreichend geklärt.
Die Chemnitzer Psychologinnen beschäftigen sich bereits seit mehreren Jahren mit diesem Thema. Das Team um die Psychologieprofessorin Schütz gibt gemeinsam mit der Universität Heidelberg die erste deutsche Version des Mayer-Salovey-Caruso-Emotional-Intelligence-Tests (MSCEIT) heraus. „Das ist der weltweit am häufigsten eingesetzte Test zur Erfassung emotionaler Intelligenz“, sagt Schütz. (AP)
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