Aktuelle Nachrichten – Konsum
31.08.2009
Berlin – Mit dem Wechsel von der Glühbirne zur Energiesparlampe ab dem morgigen 1. September sollten sich Verbraucher besonders gut informieren und auf Qualitätssiegel achten. „Es empfiehlt sich nicht, die billigen Lampen zu kaufen“, riet die Verbraucherzentrale Bundesverband am Montag in Berlin. Umweltschützer raten zudem zum sorgsamen Umgang mit ausgedienten Sparlampen.
Händler, die die Lampen verkaufen, sollten sie auch kostenfrei zurücknehmen, forderte der Naturschutzbund Deutschland. Wenn der Verbraucher für jede Altlampe Sammelstellen aufsuchen müsse, sei zu befürchten, dass die quecksilberhaltigen Energiesparlampen im Hausmüll landeten. Außerdem rief der NABU die Hersteller auf, die elektromagnetische Strahlung der Lampen zu reduzieren und angenehme Lichtfarben anzubieten.
Wie eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe zeigt, lagern zahlreiche Einzelhändler noch immer in großem Umfang Glühbirnen. Nur drei von 71 befragten Unternehmen hätten angegeben, ab dem 1. September auf den Verkauf besonders klimaschädlicher Lampen zu verzichten. Die Ergebnisse der Umfrage deuteten darauf hin, dass ein Großteil der Händler in den vergangenen Monaten ihre Vorräte aufgestockt hätten. Die DUH warf den Unternehmen vor, die Regelung zum Verkauf von Restbeständen auch nach dem 1. September schamlos auszunutzen.
Ab 1. September gilt die erste Stufe des EU-weiten Glühlampenausstiegs. Die sogenannte Ökodesign-Richtlinie zieht zunächst Glühbirnen mit mehr als 75 Watt sowie mattierte Birnen aus dem Verkehr. In vier weiteren Etappen kommen bis 2012 alle Standardglühbirnen und konventionelle Halogenglühlampen an die Reihe. Die Regelung soll bis 2020 zu einer geschätzten Energieeinsparung von 39 Terawattstunden führen, das entspricht einer Leistung von vier Atomkraftwerken.
Einer Umfrage der Initiative „Sauberes Licht, sauber recycelt“ zufolge nutzen bereits 80 Prozent der Deutschen Energiesparlampen, jeder Sechste verzichtet komplett auf herkömmliche Glühbirnen. Viele sind gleichwohl skeptisch gegenüber den Energiesparlampen, die im Vergleich zu normalen Glühbirnen bis zu 80 Prozent weniger Energie verbrauchen. Nach Angaben des VZBV sehen viele Verbraucher den Quecksilbergehalt der Energielampen skeptisch.
http://www.duh.de/
http://www.nabu.de/
http://www.lichtzeichen.de (AP)
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