Aktuelle Nachrichten – China - Umwelt
16.09.2009
Peking – Der Ausstoß an Treibhausgasen in China könnte sich laut einer Studie bei einer unveränderten Energiepolitik bis 2050 gegenüber dem jetzigen Stand auf jährlich 17 Milliarden Tonnen verdreifachen. Das wären 60 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, wie aus der am Mittwoch vorgestellten Studie des chinesischen Energieforschungsinstituts hervorgeht. Die Vorhersage gilt für den Fall, dass der Verbrauch an Kohle und anderen fossilen Brennstoffen in den nächsten Jahrzehnten ähnlich wächst wie in den Jahren 2002 bis 2008.
Eine Senkung der Schadstoffemissionen würde China der Untersuchung zufolge in den nächsten Jahrzehnten vor gewaltige Probleme stellen, die ohne finanzielle und technische Hilfe aus dem Ausland kaum lösbar wäre. Allein eine Senkung des CO2-Ausstoßes auf den Stand von 2005 würde bis 2020 jährliche Zusatzinvestitionen von einer Billiarde Yuan (rund 100 Milliarden Euro) erfordern. Von 2020 bis 2030 wäre sogar ein jährlicher Investitionsbedarf von 1,7 Billionen Yuan (rund 170 Milliarden Euro) notwendig.
An der Studie, die über zwei Jahre lief, haben sich auch die Umweltschutzorganisation WWF und die in den USA ansässige Energy Foundation beteiligt. (AP)