Aktuelle Nachrichten – Städtereisen & Kulturreisen
02.10.2009
Hart hatte es gegen Ende des letzten Jahrhunderts die „Perle der Adria" getroffen, als in einem unseligen Balkan-Krieg die Truppen von Serbien und Montenegro Dubrovnik beschossen und weitgehend in Trümmer legten. Doch wie Phönix aus der Asche erhob sich die Stadt innerhalb kurzer Zeit, und schon bald war ein großer Teil der Belagerungsschäden behoben. Nicht zuletzt auch wegen der mit der neuen Staatlichkeit Kroatiens einhergehenden Aufbruchstimmung, die sich natürlich auch auf die Hafenstadt an der Adria übertrug.
Malerisch der in alter Pracht neu erstrahlende Hafenbereich, von dem aus - geschützt durch wehrhafte Mauern - ein buntes Gewimmel von Booten ausläuft zu den benachbarten Inseln. Schön anzusehen auch die vom Hafen ausgehende Flaniermeile, der Stradun, der die geschäftige Altstadt von Dubrovnik in zwei nahezu symmetrische Hälften unterteilt. Sein ausgetretenes Marmorpflaster ist der beste Beweis dafür, wohin es die Besucher der Stadt vor allem zieht, besonders all jene, die von den zahlreichen Kreuzfahrtschiffen aus der Stadt ihre Aufwartung machen.
Der am meisten geeignete Ort jedoch, von dem aus sich die Schönheit der Stadt am besten entfaltet, ist die alte Stadtmauer. Ohne Unterbrechung verläuft sie rund um die Altstadt und gibt aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven den Blick frei über das gesamte Areal mit seinen roten Ziegeldächern oder über eines seiner Viertel: über die Kirchen und Paläste, die Gassen und Höfe. Und natürlich über das Meer, das in donnernden Wogen gegen die mächtigen Felsen anbrandet, auf die die Befestigungsanlage sich stützt.
Hier möchte ich verweilen und die Stadt, entsprechend dem unterschiedlichen Stand der Sonne, am liebsten gleich mehrfach umrunden. Doch spätestens am frühen Abend üben die aus den Gässchen der Stadt empor steigenden kulinarischen Düfte ihre eigene Anziehungskraft aus. Offensichtlich hat die in den Jahrhunderten entwickelte Lebenskunst der Bewohner trotz der neuerlichen Belagerungsschäden der Stadt nicht gelitten.
Nicht alle touristischen Ziele sind in der Erinnerung gleichrangig. Besonders bleiben die Orte in der Erinnerung haften, die auf irgendeine Weise auch die Seele des Reisenden erreicht haben - Orte des Wohlfühlens und des persönlichen Erlebens.
In der Reihe Lieblingsplätze - Orte, an denen die Seele baumelt - stellt unser Autor Bernd Kregel in lockerer Folge solche Orte des positiven Erinnerns vor.
01. Piazza San Marco, Venedig / Italien
02. Kathedralenplatz, Santiago de Compostela / Spanien
03. Montmartre, Paris / Frankreich
04. Münsterkreuzgang, Bonn / Nordrhein-Westfalen
05. Ohlsdorfer Parkfriedhof, Hamburg
06. Suomenlinna, Helsinki / Finnland
07. Askona, Lago Maggiore / Italien08. Oriental, Bangkok / Thailand
09. Santorin, Ägäis / Griechenland
10. Piazza Navona, Rom / Italien 11. Four Seasons Hotel, Amman /Jordanien 12. Puente la Reina, Navarra / Spanien 13. Dubrovnik, Adria / Kroatien 14. Aleppo / SyrienSchlagworte