Aktuelle Nachrichten – Forschung
13.02.2009
Bern – Schweizer Forscher haben einen neuartigen Atomwürfel konstruiert. Er besteht aus fünf Silizium-Atomen, die zusammen ein Herz bilden, wie der Schweizerische Nationalfonds am Freitag in Bern bekannt gab.
Die Physiker haben grosse Gitter entdeckt mit über 500 Milliarden perfekt angeordneten Nano-Herzen auf jedem Quadratmillimeter. Dank dem Rastertunnelmikroskop sei es heutzutage möglich, einzelne Atome zusammenzufügen und künstliche Strukturen zu erschaffen, heisst es. Das Mikroskop dient neben der Beobachtung auch der Manipulation von Atomen. Um jedoch mit dieser Methode einen Kubikmillimeter Nanomaterial herzustellen würden 14 Milliarden Jahre, also das Alter des Universums, nicht ausreichen. Eine Alternative besteht in der Selbstorganisation. wenn zum Beispiel eine grosse Anzahl von Würfeln in einem Eimer geschüttelt werden, so orientieren sich die Würfen allmählich in der gleichen Richtung, um sich aneinanderzureihen. Ein ähnliches Phänomen findet auch auf der Ebene der Atome statt.
So haben unter der Leitung von Professor Philipp Aebi Physiker der Universität Neuenburg, unterstützt durch den schweizerischen Nationalfonds sowie durch den Nationalen Forschungsschwerpunkt „Materials with Novel Electronic Properties“, den Atomwürfel hergestellt. Ihre Untersuchungsresultate sind am Freitag im Journal „Physical Review Letters“ veröffentlicht worden. In Zukunft möchten die Forscher den elektronischen Eigenschaften ihrer Nano-Herzen auf den Grund gehen. (AP)
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