Aktuelle Nachrichten – Gesundheit
13.11.2009
Foto: Eva Kaliwoda/Pixelio
Frankfurt/Main – Hüfthosen oder kurz geschnittene Oberteile mit freiliegender Haut an Bauch und Rücken können für Jugendliche in der kalten Jahreszeit böse Folgen haben. „Längerfristiges Auskühlen des Beckenbereichs kann möglicherweise eine unangenehme Blasenentzündung oder gar eine schmerzhafte Nierenbeckenentzündung nach sich ziehen“, warnt der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring.
Auch längeres Sitzen auf kaltem Untergrund trage zu einer zeitweiligen Unterkühlung bei und könne Entzündungen der Harnwege hervorrufen, sagt der Gynäkologe. Besser sei es, in der kalten Jahreszeit die empfindlichen Körperpartien zu schützen. „Günstig ist bei Kälte Kleidung, die nach dem Zwiebelprinzip aus mehreren dünnen Schichten besteht, die bei Bedarf abgelegt werden können“, empfiehlt Albring.
Frauen sind aus anatomischen Gründen eher für Infektionen der Harnwege gefährdet als Männer. Von Blasenentzündungen etwa sind sie doppelt so häufig betroffen. Die Infektionen werden dabei meist von Bakterien verursacht, die durch die Harnröhre zur Blase aufsteigen. „Ausgekühlte und dadurch schlecht durchblutete Harnwege schwächen das Immunsystem und erleichtern den Bakterien die Besiedlung“, erklärt Albring.
Eindeutige Zeichen für eine Blasenentzündung sind nach Angaben des Experten vermehrter Harndrang und schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen. Gelegentlich finde sich auch Blut im Urin. Von der Blase ausgehend könnten die Bakterien weiter aufsteigen und die Nieren befallen. Symptome einer akuten Nierenbeckenentzündung seien hohes Fieber, Schüttelfrost und ein starkes Krankheitsgefühl. Auch könnten zumeist einseitig Flanken- und Rückenschmerzen vorkommen. (AP)
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