Lebensmittel - Aktuelle Nachrichten – Weniger Pestizide in Tafeltrauben – DAPD
The Epoch Times - Deutschland

Aktuelle Nachrichten – Lebensmittel

Viele unterschiedliche Pestizide Weniger Pestizide in Tafeltrauben

DAPD

23.11.2009

Die gesundheitlichen Folgen einer Kombination von mehreren Pestiziden sind bislang weitgehend unerforscht. „Es darf nicht sein, dass bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer einzigen Weintrauben-Probe zu finden sind". AP Photo/Winfried Rothermel
Die gesundheitlichen Folgen einer Kombination von mehreren Pestiziden sind bislang weitgehend unerforscht. „Es darf nicht sein, dass bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer einzigen Weintrauben-Probe zu finden sind". AP Photo/Winfried Rothermel

Hamburg – In deutschen Supermärkten sind weniger Trauben mit giftigen Pestiziden belastet als in den vergangenen Jahren. In einem jährlich von Greenpeace durchgeführten Test konnte erstmals bei keiner der Traubenproben eine akute Gesundheitsgefährdung nachgewiesen werden, wie die Umweltorganisation am Montag in Hamburg mitteilte. Dennoch gibt Greenpeace keine Entwarnung, denn in einigen Proben wurden in geringer Dosis viele unterschiedliche Pestizide gefunden.

Die gesundheitlichen Folgen einer Kombination von mehreren Pestiziden sind laut Greenpeace bislang weitgehend unerforscht. „Es darf nicht sein, dass bis zu 13 verschiedene Pestizide in einer einzigen Weintrauben-Probe zu finden sind“, sagt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Von den 34 getesteten Tafeltrauben – davon vier aus biologischem Anbau – seien 28 mit Pestiziden belastet. Die Bio-Trauben seien zwar pestizidfrei, eine habe allerdings nicht den Kriterien für den Bio-Anbau entsprochen.

Nervengift nachgewiesen – Greenpeace erstattet Anzeige

Die getesteten Proben kaufte Greenpeace Anfang Oktober in Filialen der führenden Supermarktketten in sechs deutschen Großstädten. In einer Kette wurde die Hälfte aller angebotenen Trauben als „nicht empfehlenswert“ eingestuft. Erschreckend sei, dass in einer anderen Probe die gesetzlich erlaubte Höchstmenge des nervenschädigenden Wirkstoffes Chlorpyrifos überschritten worden sei. „Diese Weintrauben sind per Gesetz nicht verkehrsfähig“, betont Santen. Gegen den Konzern wurde Anzeige erstattet.

Nachdem Greenpeace bereits Ende Oktober in einem weiteren Test bei verschiedenen Gewürzen und Kräutern einen zu hohen Pestizidanteil festgestellt hatte, fordert die Organisation jetzt gesetzliche Konsequenzen. Besonders für mehrfach mit Pestiziden belastete Lebensmittel müsse es klare Grenzwerte geben, betont Santen. (AP)

 
Anzeige
Anzeige
Anzeige