Panorama - Aktuelle Nachrichten – Emmy für ZDF-Dreiteiler „Die Wölfe“ – Charles Gans
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Aktuelle Nachrichten – Panorama

Der internationale Emmy Emmy für ZDF-Dreiteiler „Die Wölfe“

Charles Gans

24.11.2009

New York – Bei der Verleihung der Internationalen Emmys sind zwei der begehrten Fernsehpreise nach Deutschland gegangen. Der ZDF-Dreiteiler „Die Wölfe“ über die Nachkriegszeit in Berlin wurde in New York am Montagabend in der Kategorie bester Film/Miniserie ausgezeichnet, zudem erhielt ZDF-Intendant Markus Schächter als langjähriger Leiter des Mainzer Senders einen Ehrenpreis. Der in zehn Kategorien verliehene Preis ehrt hervorragende Leistungen in ausländischen TV-Sendern.

Der deutschstämmige frühere US-Außenminister Henry Kissinger überreichte Schächter die Auszeichnung und lobte das ZDF besonders für seine Leistung im Zusammenhang mit der Wende. Der Sender habe entscheidend dazu beigetragen, die Ostdeutschen an die Werte des Westens heranzuführen und damit die Grundlage für den Fall der Mauer gelegt, sagte Kissinger. Schächter habe mit seiner Arbeit zur „Entstehung und Festigung demokratischer Werte“ in Deutschland beigetragen.

Insgesamt fünf von zehn regulären Auszeichnungen gingen bei der 37. Verleihung der Internationalen Emmys nach Großbritannien. Julie Walters wurde für ihre Rolle in einem Film der BBC als beste Schauspielerin ausgezeichnet. In „A Short Stay in Switzerland“ (Ein Kurzaufenthalt in der Schweiz) spielt sie eine Ärztin, bei der eine unheilbare neurologische Krankheit diagnostiziert wird. Dann bemüht sich die Ärztin, in einer Zürcher Klinik Sterbehilfe zu erhalten. Ben Whishaw wurde für seine Rolle im fünfteiligen BBC-Thriller „Criminal Justice“ (Strafjustiz) als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Erstmals ein Emmy für Brasilien

Eine Sonderehrung erhielt der britische Fernsehmoderator David Frost, der durch seine knallharten Interviews bekannt wurde und der mit dem Film „Nixon/Frost“ jüngst auch im Kino verewigt wurde. Barbara Walters von ABC sagte in ihrer Laudatio, dass Frost schon allein dadurch heraussteche, dass er im Laufe seiner Karriere sieben US-Präsidenten und genauso viele britische Premierminister interviewt habe. Per Videokonferenz wurde der frühere britische Premierminister Tony Blair zugeschaltet, der dem 70-Jährigen gratulierte und seine Leistung für die Qualität des Fernsehens würdigte.

Außerdem ausgezeichnet wurden Beiträge aus den Niederlanden und Dänemark. Erstmals erhielt auch Brasilien einen Internationalen Emmy. Ausgezeichnet wurde die Telenovela „Indien: Eine Liebesgeschichte“. Die in Indien gedreht Serie schildert die Liebesgeschichte einer Frau der Oberklasse mit einem Dalit, einem „Unberührbaren“. Den Preis für den besten Dokumentarfilm erhielt der Wirtschaftshistoriker Niall Ferguson für seine Geschichte der Weltfinanz „The Ascent of Money“ (Der Aufstieg des Geldes).

http://www.iemmys.tv/ (AP)

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