Gesundheit - Aktuelle Nachrichten, Ratgeber und Berichte – Häufige Vaginalinfektionen können auf Diabetes hinweisen – DAPD
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Vielfältige Ursachen Häufige Vaginalinfektionen können auf Diabetes hinweisen

DAPD

27.11.2009

Frankfurt/Main – Häufige Scheideninfektionen können bei Frauen auch auf eine Zuckererkrankung hinweisen. „Diabetes hat hohe Blutzuckerspiegel zur Folge, die wiederum erhöhte Zuckerkonzentrationen auf den Schleimhäuten der Scheide erzeugen können“, erklärt der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, Christian Albring. Diese Zuckermoleküle böten dann vor allem Hefepilzen wie Candida albicans eine günstige Nährstoffversorgung und leisteten wiederkehrenden Pilzinfektionen Vorschub.

„Gerade bei jüngeren übergewichtigen Frauen kann dann daher neben einer mikrobiologischen Untersuchung beim Gynäkologen auch ein Diabetes-Test sinnvoll sein, um abzuklären, ob die Stoffwechselstörung für die Beschwerden verantwortlich ist“, sagt Albring. Typ-2-Diabetes entwickle sich meistens langsam und zunächst relativ beschwerdefrei, weshalb er gerade bei jüngeren Patientinnen zunächst nicht festgestellt werde. Nicht selten könnten bis zu einer Diagnose fünf bis zehn Jahre vergehen.

Falsche Ernährung kann nach Angaben des Gynäkologen nicht nur indirekt über einen Diabetes, sondern auch direkt eine Ursache für wiederkehrende Vaginalinfektionen sein. Eine zuckerreiche Ernährung fördere eine Candida-Besiedlung im Darm. Die Pilze könnten dann aus dem Enddarm über den After zur Vagina gelangen, indem sie die kurze Strecke zur Scheidenöffnung überwänden und eine Infektion verursachten. Außerdem sollte bei der Toilettenhygiene darauf geachtet werden, dass keine Pilze oder auch Bakterien aus dem Darm auf die Schleimhäute der Scheide gelangten und Infektionen auslösten.

Weitere häufige Ursachen für wiederkehrende Infektionen im Intimbereich sind laut Albring übertriebene Hygiene durch Vaginalduschen und Sitzbäder oder eine Behandlung der Unterwäsche mit Hygienespülern. Auch könnten String-Tangas und zu enge Hosen eine mechanische Reizung der empfindlichen Schleimhäute hervorrufen. „Verletzte Hautareale erhöhen dann ebenfalls die Wahrscheinlichkeit von Infektionen und auch das Risiko, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken“, warnt der Experte. Daneben förderten auch Intimpiercings oder Intimschmuck eine Besiedlung mit Keimen.

http://www.frauenaerzte-im-netz.de (AP)

 

 
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