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Frankfurt/Main (APD) Das Jahr 2009 war das 13. zu warme in Folge. Mit einem Schnitt von 9,2 Grad lag es genau ein Grad über dem langjährigen Mittel, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur DAPD mitteilte. In der Endabrechnung ergibt dies den 13. Platz seit Beginn der Statistik im Jahr 1901.
„Die Statistik bestätigt eindeutig die Temperaturbeschleunigung in den letzten zwei Dekaden“, betonte DWD-Sprecher Uwe Kirsche. Allerdings habe die Erwärmung in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt auf hohem Niveau stagniert. Wärmstes Jahr bleibt 2000 mit einem Durchschnitt von 9,9 Grad. Der langjährige Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990 liegt bei lediglich 8,2 Grad.
„2009 kam weder bei der Temperatur, noch beim Niederschlag oder der Sonnenscheindauer in die Top Ten seit Beginn deutschlandweiter Messungen 1901“, betonte DWD-Pressesprecher Kirsche. Das „an Rekorden so reiche erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts“ klinge damit recht durchschnittlich aus. Die Daten basieren auf einer vorläufigen Auswertung der Ergebnisse von rund 2.100 DWD-Messstationen. Die letzten Tage des Jahres können nichts Wesentliches mehr ändern.
Das Jahr im Schnelldurchlauf: 2009 brachte in Deutschland einen ausgeprägten Winter mit strengem Frost im Januar und starken Schneefällen im Februar. Im Frühjahr folgte ein außergewöhnlich warmer und sonnenscheinreicher April. Der Sommer verlief zunächst sehr wechselhaft, später dann trocken und recht warm. Der Herbst begann mit Altweibersommerwetter, war danach aber niederschlagsreich und im Oktober etwas zu kalt. Im November war es dann deutlich zu mild. Auch der Dezember brachte anfangs milde und nasse Witterung, kurz vor Weihnachten kam dann eine kurze, aber intensive Kältewelle.
Die Klimatologen des DWD zählten im Jahr 2009 vier zu kalte Monate: Januar, Juni, Oktober und Dezember. Dem standen allerdings acht zu warme Monate gegenüber. Deutlich zu warm fielen der August, November und besonders der April aus. Am 20. August, der fast deutschlandweit der heißeste Tag des Jahres war, kletterte das Quecksilber in Rahden-Varl in Nordrhein-Westfalen mit 37,8 Grad am höchsten. Die kälteste Nacht wurde am 6. Januar in Dippoldiswalde-Reinberg südlich von Dresden mit minus 27,7 Grad gemessen. (AP)
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